FührungIn der Regel versteht man unter Führung die unmittelbare Gestaltung der
Kommunikationsbeziehung zwischen Chef und Mitarbeitern, auch die
gezielte Einflussnahme. Voraussetzung für eine erfolgreiche Mitarbeiterführung ist nicht zuletzt soziale Kompetenz (kommunikative Fähigkeiten, Kooperations-, Konflikt- und Teamfähigkeit, Selbstsicherheit und Verantwortungsbewusstsein). Eine Führungskraft sollte die Anforderungen, Standards und Vorgänge in der Bibliothek transparent machen. Sie sollte außerdem die verschiedenen Führungsstile kennen und situationsadäquat einsetzen können.
Dazwischen gibt es zahlreiche Abstufungen. Heute tendiert man zum situativen Führungsstil: Der optimale Führungsstil hängt von der Führungssituation zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter ab.
Eine Führungskraft muss Mitarbeiter motivieren, loben und kritisieren und zudem beurteilen können. Dies geschieht in der Regel in Form von Mitarbeitergesprächen. Diese sind ein wichtiges Instrument der Personalführung und -entwicklung. Außerdem ist das jährliche Mitarbeitergespräch zum Teil verbindlich vorgeschrieben und bisweilen mit Zielvereinbarungen verknüpft.
Die folgenden Bereiche sollten angesprochen werden:
Im Laufe des Jahres 2007 sind in verschiedenen Bibliotheken erste Schritte zur Einführung der leistungsorientiertn Bezahlung (LOB) unternommen worden. Es wurden Vereinbarungen getroffen, Bewertungskriterien erarbeitet und erste Gespräche mit den Mitarbeitern geführt. Flankierend wurden Fortbildungen für "Beurteiler" durchgeführt. Je nach Betriebsvereinbarung bzw. Kommune gibt es sehr große Unterschiede bezüglich der Budgetverteilung.
Experten und Ansprechpartner sind beim Berufsverband Information Bibliothek .V. - BIB / Kommission Eingruppierung und Besoldung - KEB zu kontaktieren.
ist die individuelle Beratung von Führungskräften und / oder Mitarbeitern in
auf die Arbeit bezogenen v.a. psychologischen Fragen durch einen Coach. Auch wenn der geschulte Chef seine Mitarbeiter situationsgerecht führt, spricht man von Coaching. Potenziale sollen sich entfalten und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter soll sich verbessern.
Kennzeichen einer Arbeitsgruppe nach Hacker (1994):
Es gibt Vorteile (höhere Komplexität der Arbeitsvorgänge und mehr
Selbstverwirklichung) und Nachteile der Teamarbeit (z.B. längere Aushandlungsprozesse). Dennoch hat sich Teamarbeit generell als Standard – zumindest für begrenzte Aufgabenbereiche durchgesetzt.
Praktikanten (z.B. Fachoberschule), freiwilliges soziales Jahr Kultur, 1-Euro-Jobs (sogenannte "Arbeitsgelegenheiten" im Rahmen der Arbeitsmarktreform Hartz IV; diese Tätigkeiten müssen gemeinnützig und zusätzlich sein und dürfen keine regulären Arbeitsplätze ersetzen), Freiwilligenarbeit
Naumann, Ulrich: Mitarbeitermotivation. – In: Erfolgreiches Management von
Bibliotheken und Informationseinrichtungen. – Hrsg. von Hans-Christoph Hobohm und Konrad Umlauf. – Loseblattsammlung. – Hamburg: Dashöfer, 2002ff., Kap. 4.2
Für das Team ein Gewinn – Freiwilliges Soziales Jahr Kultur in der Stadtbibliothek Rosenheim (PDF)
ÖBiB 05/2004
Arbeitshilfe zur Umsetzung von Arbeitsgelegenheiten (20.1.2005) (PDF)
Bundesagentur für Arbeit: Schaffung von Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Abs. 3 Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II)
Kristina Lippold / Volker Fritz: Leistungsentgelt in Bibliotheken – ein Zwischenstand ganz am Anfang (PDF)
Vortrag im Rahmen des 3. Leipziger Kongresses für Information und Bibliothek, März 2007
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