
Argentinien, der diesjährige Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, präsentierte eine Fülle von hochinteressanten und lesenswerten Autoren. Dem entsprach das Engagement der deutschsprachigen Verlage, die viele, bei uns bisher unbekannte argentinische Schriftsteller in ihr Programm aufgenommen haben. Die Literatur Argentiniens wird von einem Trauma dominiert und in den meisten Romanen auch thematisiert: dem Trauma der Militärdiktatur, in der Folterungen, Mord und Vergewaltigungen das Klima des Landes vergifteten. Insgesamt sind in dem Zeitraum von 1976 bis 1982 30.000 Oppositionelle ums Leben gekommen.
Die Erinnerungen daran wollen nicht vergehen, denn die Ermordeten und spurlos Verschwundenen wurden doppelt bestraft dadurch, dass man ihre Kinder zur Adoption freigab.
Das literarische Leben spielt sich größtenteils in Buenos Aires ab, in der Hauptstadt des achtgrößten Landes der Welt sind auch die meisten Verlage und Buchhandlungen konzentriert. Buenos Aires ist die größte Verlagsstadt im spanischsprachigen Lateinamerika und es bestehen enge Verbindungen zur ehemaligen Kolonialmacht Spanien.
Aus der großen Fülle argentinischer Autoren, die in diesem Herbst in deutschen Verlagen publiziert wurden, sind die Titel des Literaturberichts nur ein kleine Auswahl.
Argentinien als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse 2010. Ein Literaturbericht (PDF)
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