Kameralistisches RechnungswesenAusgangslage in öffentlichen Einrichtungen und Ämtern ist oft das kameralistische Rechnungswesen, das sich auf kassenwirksame Ausgaben innerhalb eines Haushaltsjahres konzentriert. Diese sind in Form eines Haushaltsplanes genau aufgeschlüsselt. Im Rahmen des Vermögens- und Verwaltungshaushaltes sind feste Haushaltsstellen vorgesehen. Aufwand und Kosten sowie die gegenüberstehenden Leistungen werden nicht erfasst.
Dies ist ein von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) geprägter Begriff, der zahlreiche Reformansätze bzw. verschiedene Elemente der Verwaltungsreform beinhaltet, u.a. Dezentrale Ressourcen- und Ergebnisverantwortung, Budgetierung, Controlling, doppelte Buchführung etc.
Eine Einrichtung, ein Amt oder Dezernat erhält Haushaltsmittel in Form eines
Gesamtbudgets, innerhalb dessen die Einzelansätze selbstständig verantwortet werden. Haushaltsrechtlichen Vorschriften werden flexibilisiert: es besteht weitgehende Deckungsfähigkeit zwischen den Haushaltsstellen. Die Übertragbarkeit von Über- und Unterdeckung ist übers Haushaltsjahr hinaus gegeben, ebenso der Verbleib von Einnahmen in der Bibliothek.
Hiermit ist das Rechnungswesen privatwirtschaftlicher Unternehmen gemeint. Man versteht darunter ein auf externe Anforderungen gerichtetes Rechnungswesen, bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung; das interne Rechnungswesen ist die Kostenrechnung.
Sinn und Zweck der KLR:
Funktionale Kostenstellen (Arbeitsbereich): z.B. Erwerbung, Katalogisierung
Abteilungen / Arbeitsstellen: z.B. Zentralbibliothek, Zweigstellen
Bei der Erstellung einer Dienstleistung oder eines Produktes können mehrere Kostenstellen berührt sein, z.B. bei einem bereitgestellten Medium: Erwerbung, Bestellung, Inventarisierung, Erschließung, Katalogisierung und Technische Bearbeitung.
Einführung der kommunalen Doppik in Bibliotheken (PDF)
Empfehlungen für Öffentliche Bibliotheken in Rheinland-Pfalz: Arbeitshilfe, 2006
In: Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen. - Hrsg. von Hans-Christoph Hobohm und Konrad Umlauf. - Hamburg: Dashöfer. Kap. 5.2.
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