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    Schulbibliotheksporträts

    Karl-Theodor-v.-Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg
    – Lesen im Jugendstilambiente

     

    Blick auf die Empore<br>Foto: © Beate Ahlswede
    Fahrbare Doppelregale im Jugendstil-Prunksaal
    Sitzmöbel in der Unterstufenbibliothek
    Theke
    Arbeitsplätze<br>Foto: © Beate Ahlswede
    Arbeitstische auf der Empore
    PC-Arbeitsplätze<br>Fotos:ekz<br><b>Größere Bilder in der Bildergalerie!</b>

    Wäre "Prunksaal" die treffende Bezeichnung? Oder eher "Salon"? In jedem Falle ist die Schulbibliothek im zweiten Stock des Karl-Theodor-v.-Dalberg-Gymnasiums der repräsentativste Raum des gut hundert Jahre alten Schulbaus. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts noch als Kapelle der Höheren Weiblichen Bildungsanstalt (spätere Bezeichnung: Lehrerinnenbildungsanstalt) Aschaffenburg in Funktion wurde dieser Ort spätestens nach der ersten Renovierung (1978-1985) seiner jetzigen Bestimmung als Schulbibliothek des Gymnasiums zugeführt, jedoch im Laufe der Zeit zunehmend als Ersatzklassenzimmer und Konferenzraum zweckentfremdet. Im Zuge der Umbaumaßnahmen im Rahmen von IZBB konnte 2011 allerdings eine Neukonzeption ins Auge gefasst werden. Im Zentrum stand dabei die Überlegung, die vorhandenen Räume, die Oberstufenabteilung sowie den Schülerlesebereich, um eine Mediathek zu erweitern. Dafür bot sich das angrenzende Klassenzimmer an.

    Alle drei Räume sind durch eine Glastür miteinander verbunden. Die neue Mediathek bildet den nunmehr einzigen Zugang zur Bibliothek mit Theke, Medien- und Zeitschriftenschränken sowie zwölf Computerarbeitsplätzen für Schüler. Einige weitere Recherchemöglichkeiten befinden sich in den angrenzenden Lesebereichen. Die Erneuerung von Teppichboden, Wandanstrich sowie ein verändertes Beleuchtungskonzept lassen das Jugendstilambiente der Oberstufenbibliothek nun noch besser zur Geltung kommen. Flexibel verstellbare Regale ermöglichen es, auch größere Veranstaltungen wie Autorenlesungen an diesem Ort zu veranstalten. Wer nicht an den sechs großflächigen Tischen, sondern etwas zurückgezogener arbeiten will, begibt sich auf die bisher für Schüler und Lehrer nicht nutzbare Empore, auf der vor allem die Bücher des Studienseminars verfügbar sind. In der Schülerlesebibliothek laden bunte Sitzgelegenheiten wie z.B. Lümmel, Fatboys oder Sitzbankkreuze vor allem Unterstufenschüler zum Verweilen ein.

    Von den vorgezogenen Umbaumaßnahmen förmlich überrascht wurde ein P-Seminar, das ursprünglich ein umfassendes Konzept zur Neugestaltung der Bücherei entwickeln wollte. So verlagerte sich seine Tätigkeit auf das Aussortieren alter Bestände, der Neuanschaffung von Jugendbüchern sowie der Einführung einer neuen Systematik in der Schülerlesebibliothek. Vor allem aber erfolgte dort die komplette Umstellung des Ausleihsystems auf  EDV (einschließlich Folieren aller Bücher). Am Ende stand eine Eröffnungsveranstaltung, bei der die 5. Klassen durch das P-Seminar in die neue Bibliothek eingeführt wurden, eine mittlerweile vom Bibliotheksteam der Mittelstufe regelmäßig durchgeführte Aktion.

    Die deutlich gestiegene Attraktivität der Schulbibliothek ist nicht nur auf die baulichen Maßnahmen zurückzuführen. Auch die großzügigen Öffnungszeiten sowie ein umfangreicher Kauf aktueller Jugendbücher, der vor allem durch die Akquirierung von Spendengeldern durch zwei P-Seminare (Förderverein, Benefizlauf) möglich wurde, tragen dazu bei. Ein Tätigkeitsschwerpunkt der Bibliotheksleitung für die Zukunft wird eine durchdachte Leseförderung sein, abgestimmt auf die einzelnen Jahrgangsstufen. Neben dem schon bewährten Leserattenprojekt für die 5. Klassen werden hier ein Ferien-Vielleser-Wettbewerb (Unterstufe), ein Leseführerschein, Lesestunden im Klassenverband (Mittelstufe), Bücherempfehlungen durch Mitschüler u.a.m. einen Beitrag dazu leisten. Die Schulbibliothek des Dalberg-Gymnasiums bleibt dabei der zentrale Ort, an dem Schüler und Lehrer lesen, recherchieren, entspannen, arbeiten, und manchmal auch, z.B. bei Autorenlesungen, zuhören können.

    Till Antusch, Dr. Anja Meußer

     

     

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