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Der Landkreis Würzburg förderte Lesungen im Rahmen des Kulturherbstes

In Kooperation mit Schulen hatten sechs Bibliotheken den Autor Christian Seltmann eingeladen.

Christian Seltmann / © Val Thomer (www.coburger-magazin.de)

Christian Seltmann / © Val Thomer (www.coburger-magazin.de)

Wie bei vielen Veranstaltungen galt im Jahr 2020: der Kulturherbst des Landkreises Würzburg musste abgesagt werden. Auch 2021 war es zunächst noch unsicher, ob das Event trotz Pandemie stattfinden kann. Schließlich ermöglichte die BayIfSMV trotz weiter bestehender Hygieneauflagen mehr Freiräume für Veranstaltungen und der Landkreis konnte die Planungen für den 31.  Kulturherbst vom 24. September bis 17. Oktober 2021 wieder aufnehmen.

Wie in den Vorjahren stellte das Landratsamt dankenswerterweise eine Förderung für sechs Lesungen bereit, die für Schulklassen von den Bibliotheken organisiert wurden, jeweils drei Veranstaltungen aus dem Einzugsgebiet der katholischen Büchereifachstelle (KBF) und der Landesfachstelle Würzburg der Bayerischen Staatsbibliothek.

Ursprünglich für 2020 bereits eingeladen, konnte heuer der Autor Christian Seltmann aus Coburg sein Programm aufführen. Die Bibliotheken hatten Termine für den 28., 29., 30. September 2021 vereinbart und die Zielgruppe 1. bis 4. Klasse Grundschule angesprochen. In den Genuss einer Lesung kamen die Büchereien in Waldbüttelbrunn, Röttingen, Theilheim, Gaukönigshofen, Kürnach und Thüngersheim.

Zwar mussten die Schüler*innen zum Zeitpunkt der Veranstaltungen eine Maske tragen, nichtsdestotrotz konnte man die leuchtenden Augen sehen, die zeigten, wie sehr sie sich über die Lesung freuten.

Es war ein Programm von etwas anderer Art. Im Mittelpunkt stand das Buch "Kommissar Ping und das Kaugummigeheimnis" für die Altersgruppe 5 bis 7 Jahre. Christian Seltmann hatte seine Mundharmonika dabei, gab so musikalisch den Takt vor und betätigte sich als Sprecher. Sein Vorhaben war, gemeinsam mit den Schüler*innen das Buch zu vertonen und ein Hörspiel auf dem Smartphone aufzunehmen. Zunächst lernten die Kinder, begleitend zum vorgelesenen Text, unterschiedliche Geräuscharten und probierten diese erstmal im Testlauf aus. Da hörte man Lutschen, Kauen, Spucken, Ausrufe verschiedenster Art vom Staunen bis zum Erschrecken, mit den Fingern getrommelte Laufgeräusche usw.

Als dann die Aufzeichnung live erfolgte, kam knisternde Spannung auf. Im Anschluss wurde die mp3-Datei an die Lehrer*innen übermittelt. Die Kinder sind aufgerufen, eine CD davon zu brennen, ein Cover zu malen und das Projekt zum Beispiel den Eltern als Weihnachtsgeschenk zu präsentieren. Natürlich kann das Hörspiel auch einfach so zum Spaß und zur Erinnerung immer wieder angehört werden.

Es hat den Kindern viel Spaß gemacht. Auch für die Lehrkräfte war die Veranstaltung eine interessante Erfahrung.

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