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Georg-Büchner-Preis 2019: Herausragender Erzähler und Dramatiker Lukas Bärfuss ausgezeichnet

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2019 an den Schriftsteller Lukas Bärfuss. "... Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens …", so die Begründung der Jury.

Lukas Bärfuss: Hagard / © btb

Lukas Bärfuss: Hagard / © btb

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2019 an den Schriftsteller Lukas Bärfuss

Begründung der Jury:
„… In einer distinkten und dennoch rätselhaften Bildersprache, karg, klar und trennscharf, durchdringen sich nervöses politisches Krisenbewusstsein und die Fähigkeit zur Gesellschaftsanalyse am exemplarischen Einzelfall, psychologische Sensibilität und der Wille zur Wahrhaftigkeit. Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens …".

Lukas Bärfuss, geboren am 30. Dezember 1971 in Thun/Schweiz, ist Dramatiker, Erzähler und Essayist, lebt in Zürich.
Er startete seine Laufbahn 1998 erfolgreich als Dramatiker und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Theaterautoren. Seine Stücke werden vielfältig übersetzt und kommen weltweit zur Aufführung. Zu den bekanntesten zählen u.a.: "Der Bus" (2005), "Öl" (2009) und "Frau Schmitz" (2016); sein neuestes Drama "Der Elefantengeist" kam im September 2018 am Nationaltheater Mannheim zur Uraufführung.

Als Erzähler wurde Lukas Bärfuss ab 2002 mit der Novelle "Die toten Männer" bekannt. 2008 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Hundert Tage", der den brutalen Völkermord in Ruanda zum Thema hat. Auch sein zweiter Roman "Koala" (2014), in dem er sich mit dem Suizid seines Bruders auseinandersetzt, stieß auf großes öffentliches Interessse und bescherte ihm 2014 den Schweizer Buchpreis. 2017 erschien sein aktuellster Roman "Hagard", der von der Geschichte eines erfolgreichen Geschäftsmanns, der sich durch seine Obsessivität aus seinen sozialen Beziehungen löst, handelt.
Darüber hinaus meldet sich Lukas Bärfuss immer wieder mit Essays und Diskussionsbeiträgen zu politischen Fragen zu Wort, 2018 erschien der Essayband "Krieg und Liebe".

Lukas Bärfuss erhielt zahlreiche Auszeichnungen, z.B. 2013 den Berliner Literaturpreis, 2014 den Schweizer Buchpreis, 2015 den Nicolas-Born-Preis, 2016 den Johann-Peter-Hebel-Preis und 2018 den Preis der LiteraTour Nord.

Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

2018 wurde Terézia Mora mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Der Georg-Büchner-Preis:
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht seit 1951 den Georg-Büchner-Preis an herausragende Schriftsteller*innen. Er wird finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Darmstadt.
Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 2. November 2019 in Darmstadt verliehen.

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