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Gratz, Alan: Amy und die geheime Bibliothek

Ein Kampf um geistige Freiheit in der Bibliothek

Amy und die geheime Bibliothek / © Carl Hanser Verlag

Amy und die geheime Bibliothek / © Carl Hanser Verlag

Warum werden aus der Schulbibliothek nach und nach bekannte Kinderbücher verbannt? Als Begründung wird das Fehlen erzieherischer Werte angeführt. Eine einflussreiche Dame und Mitglied des Elternrates steckt hinter dieser Entscheidung. Amy, die liebenswerte neunjährige Protagonistin und Leseratte, ist damit nicht einverstanden. Als stillen Protest gründet sie gemeinsam mit zwei Freunden die „Geheime Schließfachbibliothek“. Darin werden alle als ungeeignet aussortierten Bücher gesammelt und heimlich unter den Schülern verliehen. Doch täglich droht Gefahr, entdeckt zu werden …

Bibliotheken sind zentrale Orte, die den gleichberechtigten Zugang zu Information, Bildung, Unterhaltung und geistiger Freiheit für alle Menschen ermöglichen sollen. Im Buch geht es um nichts weniger als die Freiheit, lesen zu können, was man möchte. Der Autor greift ein wichtiges Thema auf. Weltweit werden die Werte der Demokratie auf den Prüfstand gestellt, drohen Einschränkungen und Verbote. Umso wichtiger erscheint es, die Bedeutung freier Information und Willensbildung früh zu verankern, gerade auch durch spannende Erzählungen und Protagonisten, die mutig genug sind, Widerstand zu leisten.

„Amy und die geheime Bibliothek“ eignet sich für Leserinnen und Leser ab neun Jahren und sollte als Grundbestandstitel, vor allem in Schulbibliotheken, vorhanden sein.

 

 

Das Buch kann auch über die Fachbibliothek der Landesfachstelle entliehen werden.
 

Gratz, Alan:
Amy und die geheime Bibliothek / Alan Gratz ; aus dem Engl. von Meritxell Janina Piel. - 1. Aufl. - München : Hanser, 2019. – 243 S. ; 22 cm
Einheitssacht.: Ban this book <dt.>
ISBN 978-3-446-26211-9   fest geb. : EUR 15,00

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