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Keine Take-Away-Lösungen in öffentlichen Bibliotheken während der Krise

Bibliotheken sind geschlossen. Jede*r ist angehalten, Kontakte außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Rechtsinfo / © Kluge

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Während der derzeitigen Zeit der Krise werden viele kreative Lösungen angedacht, wie Bibliotheken trotz Schließung ihre Benutzer*innen mit Lesestoff, Medien und  anderen Angeboten versorgen könnten.

Am wenigsten problematisch ist es derzeit, auf digitale Services zu verweisen.

Zudem fragen sich einige Bibliotheken ob eine Notausleihe, ein Mitnahme- oder Take-Away-Service möglich sind.

Solche Dienste werden derzeit auch in der Mailingliste ForumOeB kontrovers diskutiert. Wir verweisen auf diese Beiträge, geben aber zu bedenken, dass in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Bestimmungen gelten.

Tatsache ist, dass die bayerischen Regelungen eindeutige Vorgaben machen:

Lt. einer Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder vom 16. März 2020 müssen alle Freizeiteinrichtungen - dazu zählen Bibliotheken - geschlossen sein, siehe Katastrophenfall in Bayern

Vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie vom 20.03.2020

Bibliotheken haben sich an die Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung zu halten. Diese sind u.a.: Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Bibliotheken zählen zu den Einrichtungen, die ausdrücklich von der Schließung betroffen sind.

Take-away-Angebote sind gut gemeint, animieren aber die Menschen, Umwege zu machen oder direkt aus dem Haus zu gehen. Davon raten wir als staatliche Stellen aus oben genannten Gründen ab.

Nach Auskunft des Landratsamtes Ansbach (siehe ForumOeB) ist eine Abholung leider nicht zulässig. Dies gilt auch für den Fall, dass Bücher an die Türe gelegt und dort abgeholt werden. Die einzige erlaubte Möglichkeit sei nach dessen Aussage entweder ausliefern oder per Post verschicken.

Bei letzterem bitten wir zu beachten, dass die Vorgabe #stayathome Vorrang hat.

Sollten Sie Ausnahme-Lösungen erwägen, so sprechen Sie diese unbedingt mit Ihren Trägern / dem dortigen Justiziariat ab. Achten sie dabei in jedem Fall auf die Vorschriften (Hygieneregelungen, Abstand).

Auch wir halten uns kontinuierlich auf dem Laufenden und geben Ihnen neue Erkenntnisse gerne weiter.

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