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Lesung gegen den Hass

Zum Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai wurde wg. der Pandemie eine digitale Lesung mit Dr. Ludwig Spaenle aufgezeichnet.

 v.l.: Felice Balletta, Volkshochschuldirektor der vhs Fürth und Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter / © vhs Fürth - Tobias Götz

v.l.: Felice Balletta, Volkshochschuldirektor der vhs Fürth, und Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter / © vhs Fürth - Tobias Götz

Dr. Ludwig Spaenle, der Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, hat in Fürth aus Jakob Wassermanns berühmten Essay „Mein Weg als Deutscher und Jude“ gelesen.

Zwar musste die eigentlich vor Publikum geplante Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie in dieser Form ausfallen. Dafür wurden die Lesung und das anschließende moderierte Gespräch zur Problematik „Antisemitismus heute“ mit Christina Röschlein, der Leiterin der Städtischen Volksbücherei, und Daniela Eisenstein vom Jüdischen Museum Franken, das u.a. auch in Fürth beheimatet ist, aufgezeichnet.

Gesendet wird die Lesung am 11. Mai 2020 um 19.30 Uhr im digitalen bayerischen Volkshochschul-Format „vhs.daheim“ auf dem gleichnamigen Youtube Kanal unter www.youtube.vhs-daheim.de.

Dieses neue Online-Angebot wurde als Ersatz für die wegen der Kontaktsperren abgesagten Präsenzveranstaltungen vom Bayerischen Volkshochschulverband e.V. (bvv) zusammen mit den Volkshochschulen in kurzer Zeit auf die Beine gestellt. 

Nach dem aus Fürth stammenden Jakob Wassermann, der zu Lebzeiten ein vielgelesener Schriftsteller war, hat die Stadt auch ihren alle zwei Jahre vergebenen Literaturpreis benannt. Wassermanns Essay entstand 1921 und fiel 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer.

Mit Lesungen an bayerischen Volkshochschulen und Bibliotheken aus „verbrannten Büchern“ zum Gedenken an die Bücherverbrennung vertiefen der Bayerische Bibliotheksverband e. V. (BBV) und der bvv ihre bewährte Zusammenarbeit. Ludwig Spaenle hat sich als Schirmherr für die Veranstaltungsreihe zur Verfügung gestellt und will mit den Lesungen „zum einen an die Verbrechen der Nazis erinnern, aber auch einen wirklichen Beitrag für die Achtung des Anderen in Wort, Schrift und Bild leisten“.

Wenn im nächsten Jahr das Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gefeiert wird, wird Herr Spaenle wieder lesen und die verschobene gemeinsame Veranstaltung von vhs und Bibliothek in Penzberg nachholen.

Weitere Informationen:

Einladung zum Pressegespräch der Aktion in Fürth (PDF)

Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai mit Broschüre für Aktionen (OeBiB.de)

Rubrik Bücherverbrennung (OeBiB.de)

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