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Medientipp: „Betrachtungen einer Barbarin” von Asal Dardan

Asal Dardan analysiert in ihren gefühlvollen Essays den ewigen Gegensatz von „Wir“ und den „Anderen“.

Betrachtungen einer Barbarin / © Hoffmann und Campe Verlag

Betrachtungen einer Barbarin / © Hoffmann und Campe Verlag

„Fremdsein, Anderssein, Heimweh“ – Vorstellungen und Gefühle – Asal Dardan erzählt in sehr schönen und klaren Sätzen vom Leben in einer Gesellschaft, in der die Wahrnehmung der eigenen Person durch andere selten mit der Selbstwahrnehmung übereinstimmt. Sie möchte jenen nicht Recht geben, die sie als fremd und anders betrachten, weil sie sie nicht zu ihrer Heimat zählen. In ihren Essays analysiert sie den ewigen Gegensatz von „Wir“ und den „Anderen“.

Die Essays von Asal Dardan erinnern mich als Immigrantin daran, was ich am meisten mag und wofür momentan wenig Raum ist – eine Unruhe bei der meine Gefühle meine Gedanken überlagern und umgekehrt und dann wieder von vorne … Das mag wahrscheinlich auch daran liegen, dass ihre Themen auch mir vertraut sind, dass ich mich in ihnen verliere, wenn ich lange darüber nachdenke. Andererseits wüsste ich nicht, wie ich anders mit diesen Fragen umgehen sollte, als sie so nah an mich heranzulassen.


Diese Rezension erschien zuerst in der Rubrik „Büchertipps” auf der Website der Bücherei Möhrendorf.
 

Dardan, Asal:
Betrachtungen einer Barbarin / Asal Dardan. - 1. Auflage. - Hamburg : Hoffmann und Campe, 2021. - 191 Seiten ; 21 cm
ISBN 978-3-455-01099-2   Festeinband : EUR 22,00

 

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