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Medientipp: „Dry” von Neal Shusterman

„Dry” ist ein erschreckend realer Jugendroman, der nicht nur für Teenager geeignet ist. Eine Gruppe Jugendlicher kämpft ums nackte Überleben. Ist Menschlichkeit noch möglich, wenn die wichtigste Ressource fehlt?

Dry / © Fischer Sauerländer

Dry / © Fischer Sauerländer

Neal Shusterman hat mit seinem Sohn Jarrod einen apokalyptischen Zukunftsroman geschrieben, der in Zeiten des Klimawandels näher an die Realität herankommt, als einem lieb sein sollte. Wer bisher keine Angst vor dem Klimawandel und seinen Folgen hatte, wird es nach der Lektüre dieses Buch vermutlich anders sehen. Ich hatte jedenfalls ständig Bilder davon im Kopf, wie ich künftig in meinem Keller Wasservorräte horten werde.
„Dry” ist von der ersten Seite an spannend und man bekommt jede Menge zum Nachdenken. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, obwohl die Geschichte in manchen Szenarien stellenweise etwas konstruiert wirkt. Die Thematik ist nicht nur brandaktuell, sondern auch inhaltlich und erzählerisch gut umgesetzt. Ich bin überzeugt davon, wer „Dry” gelesen hat, der geht mit dem Wasser, das einfach so billig und sauber aus dem Hahn sprudelt, zumindest für einige Zeit anders um. Wasser ist etwas Kostbares – vielleicht sollten wir einmal anfangen, es auch tatsächlich so zu behandeln.


Dieser Buchtipp erschien zuerst im Mitteilungsblatt „Treuchtlingen Aktuell“ 75 vom Dezember 2020 der Stadt Treuchtlingen.
 

Shusterman, Neal:
Dry / Neal Shusterman, Jarrod Shusterman ; aus dem Amerikanischen von Pauline Kurbasik und Kristian Lutze. - Frankfurt am Main : FISCHER Sauerländer, [2019]. - 447 Seiten ; 22 cm
Werk: Dry
ISBN 978-3-7373-5638-1   Broschur : EUR 15,00

 

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