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Medientipp: „Long way down“ von Jason Reynolds

Mordabsicht in mehreren Ebenen

Long way down / © dtv

Long way down / © dtv

Um was geht es in „Long Way Down“ von Jason Reynolds?

Wills Bruder ist tot.
Erschossen.
Auf offener Straße.
Beim Seife kaufen.
Will bleiben nur
Trauer, Wut
und drei Regeln
– die drei Regeln –
an die sich Will hält.
An die sich jeder hält:

1. Nicht weinen
2. Niemanden verpfeifen
3. Rache üben

Wir begleiten Will
bei seinem Weg nach unten.
Im Fahrstuhl.
8 Stockwerke.
Bei seinen Gedanken, der Gewalt und dem Leid,
welche diese Regeln mit sich bringen.

 

Mein Fazit:

Anfangs irritiert die durchgängige Versform – teils in Jugendsprache/Slang – die einen jedoch schnell in ihren Bann zieht. So auch die Geschichte um Will, seinen Bruder und die Regeln, die allen das Recht zu geben scheinen, selbst zu richten. Eine Abwärtsspirale, die wir uns nicht unbedingt vorstellen können, die aber Realität ist.
Diese intensive Geschichte hat in mir gearbeitet und mich bewegt – eine klare Empfehlung nicht nur für jugendliche Leser*innen!
 

Dieser Lesetipp erschien zuerst in der Kategorie „Medientipp” im Blog der Stadtbibliothek Erlangen.

 

Reynolds, Jason:
Long way down / Jason Reynolds ; aus dem Englischen von Petra Bös. - 2. Auflage. - München : dtv, 2019. - 314 Seiten ; 21 cm
Werk: Long way down
Beziehungen: Reihe Hanser
ISBN 978-3-423-65031-1 Broschur : EUR 14,95

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