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Michaelis, Antonia: Tankstellenchips

Ein tragikomischer Blick auf Deutschland

Tankstellenchips : ein Heldenepos / © Oetinger

Tankstellenchips : ein Heldenepos / © Oetinger

Es passiert in einer Sommernacht: Shayan, ein Student und Flüchtling aus dem Iran, und Davy, der aus einem Waisenhaus abgehauen ist, lernen sich zufällig kennen. Sie werden beide Zeuge eines Überfalls und aus Angst, des Verbrechens beschuldigt zu werden, beschließen sie, sich gemeinsam auf eine aufregende Reise zu begeben.
Verfolgt von den Verbrechern und der Polizei, fliehen sie quer durch Deutschland. Dabei kommen sie durch Erdbeerfelder, Wälder und Biergärten und reisen mit dem Zug, auf dem Motorrad und sogar in einem Heißluftballon. Sie erleben Abenteuer und ergreifen jede Chance, die sich ihnen bietet, um ihrem unbekannten Ziel näherzukommen.
Shayan, den alle nur Sean nennen, stellt sich gerne vor, er wäre der Held in einem Hollywoodfilm, und hat zu allen Dingen seine Theorie. So  erklärt er dem Leser die Welt aus seiner Sicht.

Eine skurrile und tragikomische Geschichte über Deutschland aus dem Blickwinkel eines Waisenjungens und eines Flüchtlings. Im Laufe der Reise werden die beiden ungleichen Helden nicht nur ein gutes Team, sondern echte Freunde.

 

 

Diese Rezension erschien zuerst in der Rubrik „Medientipps” auf der Website der Stadtbibliothek in der Aumühle, Fürstenfeldbruck.

 

Michaelis, Antonia:
Tankstellenchips : ein Heldenepos / Antonia Michaelis. Ill.: Kathrin Schüler. - Hamburg : Oetinger, 2018. - 362 S. ; 22 cm
ISBN 978-3-7891-0918-8   fest geb. : EUR 18,00

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