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    Nachrichten aus Bibliotheken

    11.03.09

    Besuch von Mutter-Kind-Gruppen

    Wäschestücke zum
    Trocknen wie im
    Bilderbuch „Klopf an!“
    (Foto Conni Mair)

    In der praktischen Bibliotheksarbeit ist zunehmend ein Trend zu aktiven Maßnahmen der frühkindlichen Leseförderung festzustellen. Die Idee kam aus Großbritannien, wo schon länger das Projekt "Books for Babies" - ein Programm zur frühen Leseförderung - erfolgreich läuft. In einigen größeren Bibliotheken sind die "Bücherbabies" oder "literarische Krabbelgruppen" mittlerweile ein beliebter Programmpunkt. Dabei treffen sich meist Eltern, Großeltern und Kleinkinder von 0 bis 3 Jahren in der Bücherei, um gemeinsam zu singen, zu spielen und sich auszutauschen.

    Auch kleinere Bibliotheken engagieren sich für die Frühförderung, so z.B. die Gemeindebücherei Mertingen. In den letzten Wochen besuchten die drei Mutter-Kind-Gruppen vormittags die Bücherei. Die Besuche liefen wie folgt ab: Zunächst begrüßte Conni Mair die Kinder, anschließend stellte sich die Büchereimaus (eine Handpuppe) vor und die Kleinen verrieten ihr mehr oder weniger bereitwillig ihre Namen.

    Nach einem gemeinsamen "Aufwärm-Spaziergang" zu "1, 2, 3 im Sauseschritt" von Detlev Jöcker machten es sich die Kinder größtenteils auf dem Schoß ihrer Mütter bequem und lauschten dem Bilderbuch „Klopf an!“ von Anna-Clara Tidholm. Die Mutigsten trauten sich schon bei der ersten Seite an die Türe im Bilderbuch anzuklopfen. Beim Umblättern bekamen die Kinder dann einen Einblick in die dahinterliegenden Räume mit verschiedenen Tieren. Begeistert liefen die Kleinen durch die Räume der Bücherei, um die versteckten Badeenten zu suchen, die beim kleinen Michel im Buch in der Wanne schwimmen. Nachdem die nächste Tür durch Klopfen geöffnet war, wurde von allen mit Hilfe der Mütter Wäsche aus Tonkarton auf eine Leine gehängt. Die nächste Bilderbuchseite konnten die Kinder dann wieder alleine nachspielen. Zu der Seite "Affenquatsch" machten sie eine Kissenschlacht, bevor die kleinen Bären auf der letzten Seite müde in den Betten lagen und die Mütter „Schlaf, Kindlein schlaf“ sangen.

    Anschließend versuchte Conni Mair noch das Spiel „Wir verschicken ein Paket“. Dabei sollten die Kinder das Paket sein, in dem verschiedene Gegenstände verstaut sind, bevor es verschnürt und beschriftet zur Post getragen wird. Für einige Kinder war aber die Puppe, die die Büchereimitarbeiterin als „Ersatz-Kind“ zum Vorführen dabei hatte, viel interessanter als das Spiel.
    Der Vormittag klang beim Bücherbetrachten, Entenreiten und Ausleihen von Büchern aus.

    Herzlichen Dank an Frau von Eitzen von der Hamburger Bücherhalle in Eidelstedt, die mir Tipps für den Ablauf meiner ersten Mutter-Kind-Veranstaltung gab.

     

    Bibliothek:Gemeindebücherei Mertingen
    Anschrift:Hilaria-Lechner-Str. 8
    86690 Mertingen
    Tel.:01 72 / 8 28 24 90
    E-Mail:

    buecherei-mertingen@gmx.de

    Ansprechpartner:Conni Mair
    E-Mail:

    conni.mair@arcor.de



    Von: Conni Mair

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    Mertingen, GemeindebüchereiBesuch von Mutter-Kind-Gruppen11.03.09
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