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    Nachrichten aus Bibliotheken

    17.03.09

    Autorenlesung mit Sabine Weigand

    Die promovierte Historikerin
    Sabine Weigand stellte
    ihren neuesten Titel
    "Die Seelen im Feuer" vor
    (Foto Hermann Müller)

    Sabine Weigand nahm
    ihr Publikum mit einer
    Mischung aus freiem
    Erzählen und Vorlesen gefangen
    (Foto Hermann Müller)

    links Sabine Weigand,
    rechts BM Frank Wilzok,
    der sich herzlich mit
    Blumen und einem kleinen
    Geschenk bedankte
    (Foto Hermann Müller)

    Die Autorin beim
    Signieren ihrer Romane
    (Foto Pia Wich)

    Schon Tage vor Sabine Weigands Lesung, die in der Kulmbacher Lokalpresse groß angekündigt worden war, klingelte das Büchereitelefon pausenlos. Wo man uns denn fände, ob man parken könne, was es koste (…) fragten zahlreiche Interessenten - sogar aus den Nachbarstädten Münchberg, Helmbrechts und Bayreuth.

    So vorgewarnt, bestuhlte das Büchereipersonal sehr großzügig, musste aber am Abend des 10. März noch sämtliche Sitzgelegenheiten aus oberen Stockwerken und Büros zusammentragen und die letzten Besucher bitten, auf den Treppenstufen Platz zu nehmen. Mit 126 aufmerksamen Zuhörern war die halb ausgeräumte Kinderabteilung dann schließlich zum Platzen gefüllt.

    Die Unbequemlichkeiten wurden aber gerne in Kauf genommen, denn die aus Franken stammende Autorin historischer Romane hielt bereits ihre dritte Lesung in der Bierstadt und ist dort nicht zuletzt wegen ihres auf der Kulmbacher Plassenburg spielenden Erstlings „Die Markgräfin“ äußerst beliebt.

    Diesmal stellte sie ihren neuesten Titel „Die Seelen im Feuer“ vor. Darin lässt sie die Zeit der Hexenverbrennung im nahen Bamberg zu Beginn des 17. Jahrhunderts wiederaufleben und gibt einen fundierten Einblick in das Denken und die Umstände jener dunklen Zeit.

    Die promovierte Historikerin Sabine Weigand hatte ihr Publikum sofort im Griff. Unkompliziert schwang sie sich auf einen Tisch, damit man sie besser verstehen konnte und nahm die Zuhörer mit einer Mischung aus freiem Erzählen und Vorlesen aus ihrem Roman sichtlich gefangen. Ungläubig erfuhr man zum Beispiel, dass von den rund 10.000 Einwohnern Bambergs binnen weniger Jahre 1.000 dem Hexenwahn zum Opfer fielen. 25 Prozent davon waren Männer und es traf nicht die Ärmsten. Schließlich konnte man sich nachher ihres Vermögens bemächtigen. Denunziantentum und bösen politischen Machtspielen waren somit Tür und Tor geöffnet.

    Nach eineinhalb unglaublich spannenden Stunden wurde die Autorin erst noch ausgiebig mit Fragen gelöchert und dann endlich mit donnerndem Applaus belohnt. Bürgermeister Frank Wilzok bedankte sich herzlich mit Blumen und einem kleinen Geschenk.

    Nachdem Sabine Weigand mehrfach bestürmt worden war, möglichst rasch ihr nächstes Buch zu schreiben, damit man sie wieder zu einer Lesung einladen könne, musste sie noch Dutzende ihrer Romane signieren, die die Buchhandlung Friedrich zum Kauf angeboten hatte.

    Alles in allem bot sie dem Publikum einen tollen Abend – und die Bücherei erhielt viel Lob für die gelungene Veranstaltung. Diese fand übrigens im Rahmen des oberfränkischen Literaturfestivals „WortSpiele“ statt und wurde von der Oberfranken-Stiftung gefördert. 

     

    Bibliothek:Bücherei am Stadtpark Kulmbach
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    Ansprechpartner:Heidelinde Siegl
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    siegl@buecherei-kulmbach.de

    Internet:www.buecherei-kulmbach.de


    Von: Heidelinde Siegl

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    Kulmbach, Bücherei am Stadtpark

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    Kulmbach, Bücherei am StadtparkAutorenlesung mit Sabine Weigand17.03.09
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