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    23.07.09

    Die Revolution von 1918/1919 lief in Kulmbach friedlich ab

    v.l.: Heidi Siegl (Büchereileiterin)
    erklärt Landrat Klaus-Peter Söllner,
    Ottmar Schmidt und drittem Bürger-
    meister Frank Wilzok die Ausstellung
    (c) Frankenpost

    Im Rahmen einer Ausstellung, die bis zum 10. Juli in der Bücherei am Stadtpark Kulmbach zu sehen war, dokumentierte das Bibliotheksteam Zeugnisse der Revolutionsjahre von 1918/1919. Anders als in München gab es in Kulmbach kaum Unruhen und kein Blutvergießen, sondern der Aufstand ging „in bemerkenswerter Ruhe" vor sich, wie Erwin Herrmann in seiner „Geschichte der Stadt Kulmbach" schreibt.

    Die Ausstellung in der Stadtbücherei am Stadtpark war zweigeteilt. Zu sehen war zum einen eine Plakatreihe mit Schaubildern zu den Hintergründen der Revolution vom Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg. Im zweiten Teil ging es um die „Kulmbacher" Variante des Aufstandes. Zahlreiche Dokumente dieser Zeit hatte Büchereileiterin Heidi Siegl mit Unterstützung vieler Helfer zusammengetragen und bearbeitet. Das Material gab z.B. Aufschluss über die knappe Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Kohlen oder zeigte auf, dass die Kulmbacher Spinnerei ein eigenes Notgeld druckte. Letztlich belegten die Zeitungsausschnitte, wie die Ereignisse in München doch ihren Niederschlag in der Provinz fanden.

    Dass es in Kulmbach vergleichsweise friedlich blieb, ist vor allem dem Bürgermeister Wilhelm Flessa (von 1891 bis 1920 im Amt) und insbesondere dem Magistratsrat Matthäus Schneider zu verdanken, der gleichzeitig Vorsitzender des Kulmbacher „Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrates" war.

    Beiden Persönlichkeiten hat Ottmar Schmidt, einst Redaktionsleiter der Bayerischen Rundschau, in seinem Buch „Wegmarken" ein Denkmal gesetzt. Bei der Ausstellungseröffnung skizzierte Schmidt für die Gäste, unter ihnen Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Frank Wilzok, den Lebensweg Flessas. Streng und gerecht sei er gewesen, aber auch sozial und kulturell aufgeschlossen.

    Für Besucher, die sich ausführlicher informieren wollten, hatte die Bücherei einen Büchertisch zum Thema zusammengestellt. Den im Publikum vertretenen Schulleitern wurden spezielle Klassenführungen angeboten. Diese Möglichkeit wurde von vier Schulen genutzt.

    Die Plakate, die das Haus der Bayerischen Geschichte gestaltet hat, können Schulen und Institutionen dort kostenlos bestellen (Infos unter www.hdbg.de).

    Nach Abschluss der Ausstellung ist es nun für die Kulmbacher Schulen möglich, den lokalgeschichtlichen Teil zu entleihen und sich in einer Vormerk-Liste in der Bücherei einzutragen. Als erster dankbarer Abnehmer fand sich allerdings ein Schüler, der das Material für seine Facharbeit nutzen konnte.

     

    Bibliothek:Bücherei am Stadtpark
    Anschrift:Pestalozzistr. 10
    95326 Kulmbach
    Tel.:0 92 21 / 95 66 - 0
    Fax: 0 92 21 / 95 66 - 13
    E-Mail:siegl@buecherei-kulmbach.de
    Ansprechpartner:Heidi Siegl
    Internet:Bücherei am Stadtpark Kulmbach

     



    Von: Nach lokalen Presseberichten

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    Kulmbach, Bücherei am Stadtpark

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