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    Nachrichten aus Bibliotheken

    25.05.11

    Von der Dämmerung bis zum Morgengrauen – Eine szenische Lesung

    Alexander Hopf als Mephisto
    Fotos Stadtbibliothek
    Röthenbach

    Die Fackelträger stehen
    dem Teufel Spalier

    Im Titty Twister

    Robin Marien und Andreas
    Neufanger mit Highway to Hell

    Gruppenbild

    Die Stadtbibliothek präsentierte am 25. März 2011 ihre vierte szenische Lesung in der kleinen Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Unter dem Titel „Von der Dämmerung bis zum Morgengrauen“ befasste sich das von Bibliotheksleiter Konrad Kopp zusammengestellte 20-köpfige spielfreudige und sehr engagierte Team – Freunde, Verwandte, Bekannte, Leser und Leserinnen der Stadtbibliothek – mit den Abgründen der menschlichen Seele.

    So waren denn auch die Leitthemen des ersten Teils die Verführbarkeit und unstillbare Gier des Menschen, widergespiegelt im Faust- und Vampirmotiv.
    Nach einem musikalischen Intro, bei dem fünf in schwarz gehüllte Gestalten mit Fackeln dem Teufel Spalier standen, inszenierten die Darsteller eine Miniversion von Goethes Faust I. Danach folgten zwei Szenen, die ebenfalls das Faust-Thema zum Inhalt hatten. Melmoth, der Wanderer, Held des gleichnamigen Romans von Charles Robert Maturin, hat dabei in einem faustischen Pakt seine Seele verkauft. Dabei wollte er Antworten auf all seine Fragen über die Beschaffenheit des Universums sowie 150 Jahre zusätzliche Lebenszeit bekommen. Auch der junge Schriftsteller David Martin gerät in dem Roman „Das Spiel des Engels“ in die Fänge des teuflischen Verlegers Andreas Corelli, der ihm die Erfüllung all seiner Wünsche verspricht. Im Gegenzug soll David für ihn eine Religion begründen, eine Welt, die vom diabolischen Wunsch nach ewigem Leben beherrscht wird.
    Hierauf inszenierte das Ensemble den Horrorklassiker schlechthin, „Dracula“ von Bram Stoker. Der junge Anwalt Jonathan Harker soll für Graf Dracula ein Haus in London erwerben und kommt dazu auf Schloss Dracula. Hier lernt er ein unvorstellbares Grauen kennen und kann auch nach seiner Flucht nicht verhindern, dass der Graf in London ebenfalls sein Unwesen treibt.
    Die letzte Szene vor der Pause führte dann in die aus dem Kultfilm „From Dusk till Dawn“ bekannte Bar „Titty Twister“, wo die hochgefährlichen Gecko-Brüder Unterschlupf gesucht haben. Doch unversehens wandelt sich das Geschehen, und wir sind mittendrin in einer hochkarätigen Vampirgeschichte.

    Nach etwa zwanzig Minuten Pause begann der zweite Teil mit dem Großmeister des Makraben, mit Edgar Allan Poe. In der Geschichte „Das System von Dr. Pech und Prof. Feder“ besichtigt ein junger Wissenschaftler eine Irrenanstalt, die für ihre revolutionären Behandlungsmethoden bekannt ist. Doch schon bald begreift er, dass hier die Aufseher und Patienten die Plätze getauscht haben, das heißt, die Irren waren frei und die Aufseher wurden in Zellen gesperrt.
    Nach einer weiteren Geschichte, dem in Nürnberg spielenden Schauermärchen „Die Squaw“ von Bram Stoker, wurden dann noch zwei zeitgenössische Romane präsentiert, die im Horror-Fantasy-Bereich angesiedelt sind. „Voodoo“ von Nick Stone und „Wolfsspur“ von Kit Whitfield. Beide Werke setzten die teilweise aufwändig geschminkten und kostümierten Darsteller eindrucksvoll in Szene.
     
    Für die Verwandlung der Akteure sorgte Maskenbildnerin Andrea Schimek, die damit die einzelnen literarischen Figuren dem Zuschauer nochmals ein ganzes Stück näherbrachte.
    Etwa zweieinhalb Stunden führten die beiden Moderatorinnen Sarah Hopf und Nadine Braun informativ und unterhaltsam durch den Abend. Sie unterbrachen immer wieder die einzelnen Szenen, um mit den auftretenden Figuren in einen Dialog zu treten. Dadurch war es auch möglich, Zeitsprünge einzubauen und in andere Gesellschaften und Kulturen einzutauchen.
    Das Programm wurde immer wieder von Musik unterbrochen, teilweise vom Band, aber auch live dargeboten. So die Songs „Sympathy for the Devil“ von den Rolling Stones, „Heroes“ von David Bowie, „After Dark“ von Tito & Tarantula und „Highway to Hell“ von AC/DC. Alexander Hopf und Robin Marien boten dabei großartige gesangliche Leistungen.
    Ganz am Ende kamen dann zu dem Song „Immortal“ von Eric Woolfson nochmals alle Mitwirkenden auf die Bühne, wo sie mit langem Applaus belohnt wurden.

    Bibliothek:Stadtbibliothek Röthenbach
    Anschrift:Geschwister-Scholl-Platz 1
    90552 Röthenbach
    Tel.:09 11 / 5 70 - 71 87
    Fax: 09 11 / 5 70 - 20 73
    E-Mail:bibliothek@roethenbach.org
    Ansprechpartner:Konrad Kopp
    Internet:Homepage der Stadtbibliothek


    Von: Konrad Kopp

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    Röthenbach an der Pegnitz, Stadtbibliothek

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