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    Bibliotheksporträts

    Kreis- und Stadtbibliothek Dingolfing
    Vom alteingesessenen Gasthaus zum innovativen Medienhaus

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    Eines der markantesten Gebäude der Dingolfinger Innenstadt ist nach der Renovierung innen nicht mehr wiederzuerkennen: geräumig, hell und großzügig wirkt nun dieses Gebäude, das noch vor wenigen Jahren ein Gasthaus mit Fremdenzimmern war.

    Die Kreisbücherei Dingolfing-Landau wiederum war seit den 1970er Jahren im Schulzentrum untergebracht und wurde deshalb von der Bevölkerung eher als Schulbibliothek wahrgenommen. Die Raumnot des Gymnasiums führte nun dazu, dass man sich in Dingolfing Gedanken über einen neuen Standort der Bibliothek machte – und im Stadtzentrum am Marienplatz fündig wurde: das Gasthaus Seethaler stand leer und war dringend renovierungsbedürftig.

    Die Stadt Dingolfing, die bisher die Kreisbücherei jährlich bezuschusst hatte, wurde nun Träger der in „Kreis- und Stadtbibliothek Dingolfing“ umbenannten Einrichtung. Sie ließ das Gebäude aufwändig sanieren: Der Vordereingang wurde in die durch Abriss entstandene und neu überdachte Hofpassage verlegt. Ein Anbau hin zum Spitalplatz schaffte einen weiteren verkehrsgünstig gelegenen Eingang und Platz für das Lesecafé. Über das neue Treppenhaus mit dem inliegenden Aufzug, das zentral in der Gebäudemitte liegt, können die Besucher alle Bereiche rasch erreichen. Schmuckstück des Hauses ist jedoch der barocke Dachstuhl, der nach alter Handwerkskunst saniert und wo erforderlich ergänzt wurde. Fast die gesamte Nordseite des Daches ist nun verglast und durch dieses Oberlicht ist das Dachgeschoss lichtdurchflutet.

    Das Gebäude bietet vier Stockwerke:
    Im Erdgeschoss stehen in der neuen Eingangspassage zwei Selbstverbuchungsplätze und zwei Informationsplätze. Das Lesecafé mit Blick zum neu gestalteten Spitalplatz ist seit Eröffnung gut besucht. Die fahrbaren Tröge mit DVDs, Hörbüchern und Musik-CDs stehen in der Raummitte und können leicht verschoben werden, um das Lesecafé zum Veranstaltungsraum umzugestalten. Neben den Zeitschriftenschränken befinden sich gemütliche Sessel und Sofas zum Schmökern sowie ein Stehtresen mit zwei Internet-Arbeitsplätzen. Daneben kann ein großes Einbauregal für wechselnde Themenpräsentation vielseitig eingesetzt werden. Auf der dem Marienplatz zugewandten Gebäudeseite ist die großzügige Kinderabteilung untergebracht. Niedrige Regale lassen die Kinder alle Medien gut erreichen. Das weiße Lesepodest mit den bunten Sitzfilzen und Plüschtieren kann auch für Klassenführungen und Vorlesestunden gut genutzt werden. Auch hier ist die Einrichtung durch Rollen sehr flexibel und kann je nach den Bedürfnissen jederzeit umgestaltet werden.

    Im Obergeschoss befindet sich die Sachbuchabteilung. Die Regale wurden hier so aufgestellt, dass sich Räume im Raum bilden und die einzelnen Abteilungen gut wahrnehmbar sind. In diesen Zonen befinden sich wiederum Sitzgelegenheiten, die das Arbeiten in Gruppen oder einzeln – auch an Internet-PCs - ermöglichen oder auch das ruhige Schmökern in den großen farbenfrohen Sesseln. Ebenfalls im Obergeschoss ist der Verwaltungstrakt zu finden. Hier steht außerdem ein Besprechungs- und Vortragsraum zur Verfügung.

    Das Dachgeschoss beherbergt die Romane, die weitgehend nach Interessenkreisen aufgestellt sind. Daneben befindet sich Ratgeberliteratur zu den Themen Kochen, Garten, Hobby, Sport und Technik. Sie ist durch Klarschriftsystematik erschlossen. Im hinteren Bereich des Dachgeschosses haben die Jugendlichen ihre gemütliche eigene Zone erhalten.

    Im Untergeschoss befinden sich die Kundentoiletten, das Magazin und die Technikräume.

    Die Uniflex-Regale aus weißem Metall wirken leicht, und bieten viele Möglichkeiten für eine kundenfreundliche Medienpräsentation. Die Fußböden sind mit Eiche-Industrieparkett belegt und bringen eine warm-gemütliche Atmosphäre. Im Lesecafé wurde ein Klinkerbelag gewählt, der einen fließenden Übergang vom Spitalplatz zum Gebäude darstellt. Die in allen Gebäudeteilen verwendeten Sessel und Sofas bieten mit ihren hohen Rückenlehnen angenehme Rückzugsmöglichkeiten und setzen gleichzeitig frische Farbakzente in blau und grün. Auch die technische Ausstattung ist absolut zeitgemäß: Die Selbstverbuchung erfolgt per RFID-Terminals. Die Benutzer finden hier fünf Internet-Arbeitsplätze oder können das Internet in Kürze auch mit ihren eigenen Laptops, Smartphones oder Tablet-PCs über das kostenlose W-LAN nutzen.

    Dingolfing (Regierungsbezirk Niederbayern) hat 18.000 Einwohner. Die Bibliothek versorgt auch die weiteren etwa 70.000 Einwohner des Landkreises Dingolfing-Landau. Schon wenige Wochen nach Eröffnung zeigt sich, dass die Bevölkerung diese neue Bibliothek begeistert annimmt und sich gerne dort aufhält. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen soll auch vom neuen Standort aus weiter gepflegt und ausgebaut werden. Die Absicht der Stadt, einen attraktiven Frequenzbringer am Marienplatz zu etablieren, ist bestens realisiert worden.

    Doris Glonegger

     

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