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    Bibliotheksporträts

    Die neue Stadtbibliothek Freising
    Lesen unter Lichtkanonen

     

    Fassade
    Theke (mit RFID)
    Jugendbereich
    Treppenhaus
    Leseplätze
    OPAC

    Größere Bilder in der Bildergalerie!

    Nein – ein „Büchertempel“, wie in der Presse bezeichnet, der in weihevoller Umgebung ausschließlich Lesebedürfnisse befriedigt, ist die neue Stadtbibliothek Freising wahrlich nicht. Die Bezeichnung „Informations- und Wissenspool“, wie im gleichen Artikel benannt, kommt dem Erscheinungsbild und Anspruch der neuen Bibliothek schon näher. Was der Architektin Anne Hugues zusammen mit der Bibliotheksleiterin Friederike George vorschwebte, war wohl die Idee, im Herzen der Schul- und Universitätsstadt einen offenen, attraktiven Raum für das Lesen, das Lernen, für das Hören und das Gespräch mit Gleichgesinnten zu schaffen, ein Kulturforum, das in einem einladenden und freundlichen Ambiente zum Suchen, Lernen und Nachdenken anregt.

    Entsprechend wurde die Bibliothek gestaltet. Von der Hauptstraße im Stadtzentrum aus erreicht man den Eingang in wenigen Schritten über einen allseits umschlossenen Vorplatz, der vor Jahrhunderten einmal ein Klostergarten gewesen sein soll. Dieser wird beherrscht von zwei runden Lichtschächten, die das Tageslicht in den unterirdisch gelegenen Teil der Bibliothek fokussieren. Damit ist angedeutet, dass die Baumaßnahme einigermaßen kompliziert und komplex war. Über dem Erdgeschoss der Bibliothek befindet sich eine Schulturnhalle, eine in Deutschland wohl einmalige Situation, welche die Planer in Sachen Schallschutz und Geräuschdämmung vor erhebliche Herausforderungen stellte. Aus eben diesem Grund musste ein Großteil der erforderlichen Nutzfläche von 1.400 m² unter die Erde verlegt werden – eine belichtungstechnisch schwierige Aufgabe, die durch die installierten „Lichtkanonen“ sehr gut gelöst werden konnte.

    Wer die Bibliothek betritt, blickt in einen großzügig hellen, weiten und farblich freundlich akzentuierten Bibliotheksraum, der sich schon im Erdgeschoss in mehrere Funktionsbereiche verästelt. Bemerkenswert ist vor allem der attraktive, mit einem umfassenden Medienbestand und Internetterminals bestückte Jugendbereich, dem sich ein kleines Lesecafé mit Zeitschriften anschließt. Die untergeschossige Hauptfläche der Bibliothek wird optisch von den beiden Lichtkanonen bestimmt, die ihr Licht, verstärkt durch eingebaute Strahler, zum einen auf ein „Lese- und Lernforum“ und zum anderen auf den Kinderbereich mit Lese- und Spieltreppe lenken. So entsteht hier ein spannendes, abwechslungsreiches Licht- und Farbenspiel, das jeden Eindruck von Kelleratmosphäre verhindert.

    Dass die Bibliothek ein Kind des Internetzeitalters ist und keine Scheu vor digitalen Informationsquellen hat, belegen die zahlreichen Internetplätze. Als erste bayerische Bibliothek außerhalb der Großstadt München wurde in Freising auch die derzeit modernste Verbuchungs- und Sicherungstechnik auf RFID-Basis eingeführt. Zwei Selbstverbuchungsstationen ermöglichen die Ausleihe ohne Personaleinsatz, die Rückgabe erfolgt allerdings noch in traditioneller Form.

    Klaus Dahm

     

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