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    Bibliotheksporträts

    Bibliothek Markt Höchberg
    Bibliothek erstrahlt in neuem Glanz

    Eingang zur Bibliothek
    Roman- und Sachbuchbereich mit Präsentationsmöbeln (2.OG)
    Roman- und Sachbuchbereich (2.OG)
    Lesecafè (2.OG)
    Hörbücher und Internet Platz
    (1. OG)
    Lesebahnhof im Kinderbereich
    ( 1. OG)
    Eingangsbereich: Jugendbereich
    (1. OG)
    Selbstverbuchungsstation
    (EG)
    Ausleihtheke und Information
    (EG)
    AV-Medien Bereich von innen aufgenommen
    AV-Medien Bereich (EG)
    Bibliotheksleiterin Frau Maucher
    Fotos: Markt Höchberg, Dr. Rolf Ebert und Landesfachstelle

    Größere Bilder in der Bildergalerie!

    Nach rund zehnwöchiger Zeit der Renovierung und Neugestaltung  erstrahlt die Bibliothek Markt Höchberg seit 26. April 2014 in neuem Glanz.
    1993 wurde die Bibliothek am jetzigen Standort in einem neu erbauten Gebäudekomplex eröffnet. Weitläufige Glasfronten und eine offene architektonische Struktur verleihen dem Haus eine helle und offene Atmosphäre. Im Herbst 2011 hat das Bibliotheksteam ein neues Bibliothekskonzept erarbeitet, das vom Gemeinderat befürwortet wurde und das die Bibliothek entsprechend den veränderten Bedürfnissen und dem aktuellen Medienwandel zukunftsfähig machen sollte. Mit der Einführung der RFID-Technik mit 24-Stunden-Rückgabesystem und Selbstverbuchung, der Umstellung der Bibliothekssoftware auf WinBIAP.net sowie der Überarbeitung des Sachbuch- und Kinder-Jugendbuchbestandes auf die Klartextsystematik waren ab 2012 die ersten Schritte der Neukonzeption eingeleitet. Nachdem auch der Einstieg in die Onleihe durch den Anschluss an „e-medien-franken“ im Herbst 2013 gelungen war, folgte eine intensive Phase der Planung für die Neugestaltung der Räumlichkeiten. Die Klimatisierung des Dachgeschosses (mittels Solartechnik und Dachrollos) sollte ein neues Raumkonzept ermöglichen, verbunden mit einer intensiveren Nutzung des obersten Stockwerkes und einer verbesserten Aufenthaltsqualität für alle Leser und Besucher. So hat (fast) der gesamte Bestand seinen Standort gewechselt - jedes Medium steht an einem neuen Platz. Ein kleines Lesecafé, mehr Raum und einen erweiterten Medienbestand für Kinder und Jugendliche, moderne Präsentationsformen für Nonbooks, neue Internetplätze und WLAN sowie eine zeitgemäße Veranstaltungstechnik für Klassenführungen, Lesungen und Vorträge haben der Bibliothek ein neues Gesicht und ein weiter entwickeltes Profil verliehen. Die räumliche Umgestaltung ist in Etappen erfolgt, will heißen, dass das Dachgeschoss mit den Sachbüchern ab dem 17.02.2014 gesperrt und vom 24.03. bis 25.04. die Bibliothek komplett geschossen war.

    Insgesamt erstreckt sich die Bibliothek über drei Stockwerke hinweg.  Ziel war es, die Räume entsprechend der Architektur des Hauses hell, transparent und offen zu gestalten. Der dunkelgraue Teppichboden strahlt Ruhe aus, wirkt tragend und unauffällig, so dass die hellen – vorwiegend weißen aber auch farbigen – Möbel genauso wie die Medien ihre eigene Wirkung entfalten können. Während im Erdgeschoss neben den weißen Regalen ein warmes Melonengelb zurückhaltende Akzente setzt, erstrahlen im 1. Obergeschoss, dem Kinder- und Jugendbereich, bunte und fröhliche Farben, die gleichzeitig eine Differenzierung für einzelne Altersgruppen darstellen. Das Dachgeschoss wirkt klassisch elegant mit weißen Regalen, kobaltblauen Sitzmöbeln und der eher dunkelgrau dominierten Zeitschriftenecke mit Lesecafé. Ziel war es, die Räume so hell, offen und transparent wie möglich zu gestalten. Allen drei Stockwerken gemeinsam sind niedrige Präsentationsmöbel im vorderen Bereich, die den Eindruck erwecken, dass sich der Raum beim Eintreten „öffnet“. Die Grundausstattung der Möbel kommt von der Fa. ekz.bibliotheksservice GmbH, einzelne individuell hergestellte Einrichtungsgegenstände (Ausleihtheke, Arbeitsplätze, Zeitschriftenschrank, Selbstverbuchung u.a.) sind Schreinerarbeiten, während der Lesebahnhof – die Spielecke für die Kleinsten – sich zum Steckenpferd des Bauamtsleiters entwickelt hat, der nicht nur den Entwurf geliefert, sondern auch beim Einbau Hand mit angelegt hat.

    Für das Erdgeschoss hat die neue Raumkonzeption die Audiovisuellen Medien für Erwachsene (Musik-CDs, Hörbücher, Spielfilme) sowie ein große Präsentationsfläche für die Neuerscheinungen vorgesehen. Daneben sind die üblichen Funktionsbereiche untergebracht – Ausleihtheke, Selbstverbuchung, Schließfächer mit Garderobe, Kopierer, Flohmarkttrog, Magnetwand für Plakate und eine Infotheke für die allseits beliebten Flyer. Die Theke in ihrer runden Form, klassisch weiß mit einer Tischplatte aus Birke sowie Höhenabstufungen an beiden Enden, ist das erste, was dem Besucher beim Betreten des Gebäudes ins Auge fällt. Für die Musik-CDs und Hörbücher, wurden keine Stufentröge, sondern einfach weiße Würfel mit Rollen ausgewählt, während die DVD in Wandregalen untergebracht sind. Einladend wirkt die halbrunde gelb gepolsterte Sitzbank, die – je nach Sitzposition – den Blick aus dem Fenster oder in den Raum schweifen lässt.

    Im Obergeschoss befindet sich der Kinder- und Jugendbereich, der räumlich eine Erweiterung des Bestandes ermöglicht und durch die Flexibilität der Regale, die alle mit Rollen versehen sind, gleichzeitig Platz für Klassenführungen und Kinderveranstaltungen bietet, was nicht zuletzt ein wichtiger inhaltlicher Bestandteil des Bibliothekskonzeptes war. Die dominierende Farbe des Jugendbereichs ist ein helles leuchtendes grün, der Kinderbereich ist mit unterschiedlichen Farben recht bunt gestaltet, wobei eine Tendenz zu rot erkennbar ist. Die farbig transparenten Seitenverkleidungen der Bücherregale spiegeln die entsprechende Einteilung der Altersgruppen wieder. Besondere Erwähnung verdient der Lesebahnhof, beim Betreten des Obergeschosses fällt der erste Blick sofort darauf. Die Elternbibliothek „Leben mit Kind“ wurde aus dem klassischen Sachbuch in den Kinderbereich verlagert, daneben ist ein Arbeitsplatz als Informationstheke positioniert. Für Jugendliche bietet die „neue Bibliothek“ neben rund 1.500 Medien bequeme Möbel zum Verweilen sowie Arbeitsmöglichkeiten zum Lernen für die schulische und berufliche Ausbildung. Dass sich zwischenzeitlich alle Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen in der Bibliothek befinden (es gibt kein Büro mehr, sondern lediglich einen Sozialraum hinter den Kulissen), ist Bestandteil des Konzeptes und ermöglicht dem Bibliotheksteam, die Service- und Kundenorientierung zu optimieren.

    Der architektonisch schönste Raum im Dachgeschoss ist den erwachsenen Lesern vorbehalten. Waren hier einzig die Sachbücher sowie die Zeitschriften und Zeitungen untergebracht, so konnte mit der Neugestaltung für die Belletristik und ein kleines Lesecafé Raum geschaffen werden.  Ins Auge fallen besonders die individuell gestalteten Erker – von gemütlichen Sitzecken über eingebaute Regale mit integriertem Arbeitsplatz und einer PC-Ecke bis hin zu einem Arbeitsplatz, der gleichzeitig wiederum als Informationstheke fungiert. Aufgrund der Höhe und der gläsernen Dachstruktur engen die recht hohen Regale den Raum nicht wirklich ein – es bleibt weiterhin „Luft nach oben“. Im vorderen Bereich direkt vor einer hellen Glasfront ist das neue Lesecafé in unmittelbarer Umgebung der Zeitschriften und Zeitungen angesiedelt. Die vom Schreiner erstellte Zeitschriftenwand in Dunkelgrau / Birke verleiht dem Café ein stilvolles Ambiente. Regale auf Rollen, die neue Klimatechnik, Beamer, Leinwand, Lautsprecher und eine verbesserte Beleuchtungstechnik verwandeln das Dachgeschoss je nach Bedarf in einen kleinen oder großen Veranstaltungsraum.

    Technisch ausgestattet ist die Bibliothek mit RFID (Selbstverbuchung und Rückgabe), 6 PCs für die Besucher, die alle sowohl als Online-Katalog, Internet oder Arbeits-PCs kostenlos genutzt werden können, besagter Veranstaltungstechnik, zwei E-Book-Readern, einem Laptop und einem Windows 8 Tablet.

    Auch das grafische Erscheinungsbild wurde mit der Überarbeitung des Logos modernisiert. Dunkelgrau, Melonengelb und das Grün von den Fenstern der Außenfassade – jene Farben, die im Farbkonzept der Neugestaltung besondere Berücksichtigung gefunden haben -  dominieren den Schriftzug. Einzelne Elemente davon finden sich auch im Leitsystem wieder – Schriftzüge an Wänden, Treppenaufgängen, Säulen und direkt auf den Möbeln bzw. den Regalstirnseiten weisen den Weg.

    Die Bibliothek Markt Höchberg (9.106 Einwohner) befindet sich im Landkreis Würzburg (Regierungsbezirk Unterfranken). Bei einem Bestand von 19.907 Medien hat die Bibliothek im Jahr 2013 115.292 Entleihungen erzielt. Die Gesamtkosten für den Umbau betrugen rund 340.000 Euro, die BSB/Landesfachstelle hat die Bibliothek Markt Höchberg sowohl fachlich als auch finanziell bei den Maßnahmen zur Neugestaltung unterstützt.

    Rebecca Jacoby

     

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