• Start
  • >Bibliotheken
  • >Bibliotheksporträts
  • >Lauf, Stadtbücherei
  • Partner


    Bayerische Staatsbibliothek
    Bibliothekarische Fortbildung in Bayern
    Bibliotheksportal Fachstellen-Server
    Mailingliste der ÖBs in Bayern
    Leseforum Bayern
    Stadtkultur Netzwerk bayerischer Städte e.V.

    Bibliotheksporträts

    Die Stadtbücherei Lauf im HIT – ein Ort mit vielen Seiten

    Gebäude
    Raumüberblick
    Kinderbibliothek
    Lesecafé

    Größere Bilder in der Bildergalerie!

    Das neue Logo der Stadtbücherei Lauf symbolisiert das, was Josef Deimer, Altoberbürgermeister der Stadt Landshut und Präsident des Bayerischen Volkshochschulverbandes in seiner Festansprache anlässlich der Eröffnung von Stadtbücherei und Volkshochschule Unteres Pegnitztal zum Ausdruck brachte: „Wichtigste Aufgabe derartiger Einrichtungen ist es, die Menschen zusammenzubringen, insbesondere in Zeiten, die sozial kalt, politisch laut und ökonomisch voller Probleme sind.“

    Voll des Lobes ob der gelungenen Architektur, unterstrichen die Grußredner Landrat Armin Kroder, der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek Dr. Rolf Griebel und der Vorsitzende der Deutschen Stiftungstreuhand Horst Ohlmann den Wunsch von Bürgermeister Benedikt Bisping, viele Besucher, Jung und Alt, mögen das Gebäude mit Leben erfüllen und die Chancen lebenslangen Lernens ergreifen.

    Mit dem neuen gemeinsamen Gebäude von Stadtbücherei und VHS ist in der Stadt Lauf ein Ort des Wohlfühlens durch lichtdurchflutete und großzügige Räumlichkeiten entstanden.

    Alles begann im Jahr 1898 im Schulhaus der Stadt Lauf mit 110 Büchern. Nach mehreren Umzügen war schon das denkmalgeschützte, eigens für die Zwecke der Stadtbücherei umgebaute Gebäude der „Pegnitz-Zeitung“ im Jahre 1984 eine deutliche Verbesserung gegenüber den räumlichen Bedingungen in den Jahrzehnten davor. 2009 beginnt mit dem Domizil in der Turnstraße eine neue Ära für die Stadtbücherei. Nur ein paar Schritte von der Innenstadt entfernt liegt das neue Haus in der Turnstraße, das so genannte HIT. Angrenzend an einen der größten Parkplätze in der Stadt ist die neue Bücherei für alle bequem zu erreichen und setzt mit der modernen, von Glas und Holz dominierten Fassade einen deutlichen städtebaulichen Akzent.

    Wer das Gebäude betritt, findet ein offenes Haus. Nach dem Foyer mit Garderoben, Sanitärbereich und bunten Schließfächern als Design-Element teilen sich die Zuständigkeiten. Rechts führt der Weg in die Geschäftsstelle der Volkshochschule und weiter zu technisch bestens ausgerüsteten Seminarräumen, die auch der Bücherei für Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit den Schulen zur Verfügung stehen.

    Geradeaus gelangt man vorbei an Sicherungsschranken mit integriertem Besucherzählgerät in den Eingangsbereich der Stadtbücherei. Die Stadtbücherei Lauf ist neben der Großstadt Nürnberg die erste Bibliothek in Mittelfranken, die für Ausleihvorgänge die Transpondertechnik einsetzt. An einem Selbstverbuchungsterminal können die ausgesuchten Medien selbständig ausgeliehen und zurückgegeben werden. Dank des an der Außenfront eingebauten Rückgabesystems besteht darüber hinaus die Möglichkeit rund um die Uhr Medien abzugeben. Nicht nur diesen Service werden die Kunden loben, sondern vor allem werden sie begeistert sein von der klar strukturierten Präsentation der 44.000 Medien, die ihnen im Erdgeschoss und auf der Galerie zur Verfügung stehen.

    Attraktiver Treffpunkt im Erdgeschoss ist das Zeitungscafé mit entsprechenden Präsentationsmöbeln für Novitäten und Medien zu aktuellen Themen. Schwarze Korbsessel mit roten Kissen laden im Innern und auf der Terrasse mit angrenzendem Garten zum Verweilen ein, selbst an einen Wasserspender wurde gedacht.

    Vier Internetplätze im Erdgeschoss machen es möglich, das World Wide Web zu nutzen und runden zusammen mit der höhenverstellbaren Auskunfts- und Verbuchungstheke den Kommunikationsbereich ab.

    Im sich anschließenden Kinderbuchbereich sind die Regalhöhen entsprechend den Nutzern angepasst; Modulelemente der Serie Kid’s case sowie die Kinderstuhlmodelle trioli und julian des italienischen Herstellers Magis in den Farben rot und blau setzen neben anderen Sitzgelegenheiten Akzente und unterstreichen den lebhaften Charakter einer Einrichtung für Klein- und Schulkinder.

    Besonderheit im Erdgeschoss ist die Trennwand zum VHS-Bereich, die als Galeriewand konzipiert ist und von beiden Seiten bestückt werden kann. Je nach Anlass kann die gesamte Geschossfläche auf unterschiedliche Weise genutzt werden, so dass bis zu 200 Gäste hier Platz finden können.

    Über eine Treppe oder auch mit dem Aufzug gelangt man auf die Galerie, die etwas weniger tief ausgefallen ist, als das seitens der Bücherei und der Landesfachstelle gewünscht war. Das schafft nicht nur Lärmprobleme, sondern erzwingt auch eine ganz stringente strenge Regalaufstellung mit zwei Meter hohen Regalen, damit alle Medien untergebracht werden können. Nur im Romanbereich und in der Jugendecke lockern eine Sesselgruppe, bunte Stühle, Sitzsäcke und Displaywände die Strenge etwas auf.
    Vor der durchgängigen südlichen Glasfassade umfassen spezielle Medienregale eine große Auswahl an DVDs und Hörbüchern und leiten zum Auskunftsplatz über. Ungestörtes Arbeiten ermöglichen mehrere Arbeitstische inklusive W-LAN-Anschluss.

    Der nördliche Teil der Galerie ist mit einem Kubus bestückt, in dem sich die Büros, wie ein separater Raumkörper befinden.

    Im Gegensatz zu den orangefarbigen Elementen der Außenfassade kennzeichnen im Innenraum ein helleres Blau und ein kräftiges Rot die Stadtbücherei und leiten so die Besucher.

    Die Feuertaufe mit Festakt und Tag der Offenen Tür haben die beiden Einrichtungen mit Bravour bestanden und in den vergangenen drei Monaten bewiesen, dass Kultur „kein aristokratisches Privilegium ist“ (Deimer). Deimer weiter: „Die städtische Gesellschaft bedarf gemeinsamer Plätze und Häuser, in denen Menschen einander unter der Devise begegnen „Hier gehört jedermann alles“.

    Barbara Delcker-Wirth

     

    Weiter zu den  Kenndaten

    Weiter zur  Bildergalerie (PDF)

    © Bayerische Staatsbibliothek