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    Bayerische Staatsbibliothek
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    Grundlagen

    Erschließung

     

    Ein Medienbestand ist erschlossen, wenn er nach festgelegten Prinzipien geordnet und über einen Katalog recherchierbar ist. Der gesamte Medienbestand, den die Bibliothek besitzt, wird durch einen Katalog abgebildet. Heute ist dies in der Regel ein elektronischer Katalog, in dem alle traditionellen Zettelkataloge vereint sind. Ist der digitale Katalog für die Benutzer einsehbar, spricht man auch von einem OPAC (Open Public Access Catalogue).

    Formale Erschließung

    Für jedes Medium der Bibliothek ist ein Datensatz angelegt, auf den bei der Suche zugegriffen werden kann. Vereinfacht ausgedrückt, besteht dieser aus einer Titelaufnahme, die im Katalog nach verschiedenen Kriterien suchbar ist.

    Es gibt formale (z.B. Verfasser; Titel; Stichwort) und inhaltliche (z.B. Schlagwort und Systematik) Ordnungskriterien. Die formale Erschließung erfolgt nach den „Regeln für die alphabetische Katalogisierung“ (RAK), die gewährleistet, dass jede Titelaufnahme gleich aufgebaut ist und bestimmte Mindestinformationen über das Medium enthält.

    Im IV. Quartal 2015 soll die Katalogisierung in den deutschen Bibliotheken von RAK auf RDA umgestellt werden.
    Das Datenformat dazu heißt MARC21.
    Weitere Informationen zum Umstieg auf RDA und MARC 21

    Inhaltliche Erschließung

    Die inhaltliche Erschließung erfolgt im Allgemeinen mit Hilfe einer Systematik, die einen strukturierten Überblick über alle Wissensgebiete enthält. Häufig verwendete Systematiken sind die ASB, SSD, SKJ und TSM, die im Folgenden beschrieben werden:

    Allgemeine Systematik für Öffentliche Bibliotheken (ASB)

    Sie ist mit Abstand die am häufigsten verwendete Systematik in Bayern. Die Gliederung bietet einen systematischen Überblick über die Wissensgebiete. Geordnet in den Hauptgruppen A bis Y ist die Sachliteratur, die Belletristik befindet sich in der Hauptgruppe Z.

    Entsprechend ihrem inhaltlichen Schwerpunkt werden die Sachmedien einer Sachgruppe zugeordnet und erhalten eine besondere Kennzeichnung, die Notation. Diese Buchstaben-Zahlen-Kombination (alpha-numerisch) findet man auf dem Buchrücken und in den Katalogen. Die Notation beginnt mit dem Großbuchstaben der Hauptgruppe, auf den zur Differenzierung bis zu zwei weiteren Buchstaben und ein bis maximal drei Ziffern folgen. In einigen Fällen werden die Notationen durch Personennamen, geografische und Sprachbezeichnungen ergänzt, z.B. Pyk Schiller, Friedrich.

    Duisburger Systematik (SSD)
    Die Duisburger Systematik unterscheidet sich nur im Grad der Differenzierungen und in einigen Fällen anderer Zuordnungen von der ASB.

    Systematik für Kinder- und Jugendbibliotheken (SKJ)
    Die Gliederung bei der Systematik für Kinder– und Jugendbibliotheken geht nach Altersstufen bzw. nach formalen Kriterien vor, wobei die Kinder- und Jugendsachliteratur analog den Gruppen der ASB gegliedert wird.

    Tonträgersystematik (TSM)
    Die Tonträgersystematik erfolgt praxisorientiert nach inhaltlichen (musikalischen Gattungen und Formen) wie formalen (Besetzung) Kriterien.

    Interessenkreise

    Neben der oben skizzierten systematischen Ordnung, die von gesellschaftspolitisch enzyklopädischen Vorstellungen ausgeht, ermöglicht es das Ordnungsprinzip nach Interessenkreisen (IKs), Medien zusätzlich zur Systematik aus verschiedenen inhaltlich verbundenen Sachgruppen übergreifend zu sortieren. Die Wahl von Interessenkreisen orientiert sich an den Kundenwünschen und den Vorstellungen der Bibliothek.

    Klartextsystematik

    Klartextsystematik im weitesten Sinne bedeutet, die komplexen Kürzel einer Systematik in einfache Begriffe aufzulösen und diese auch zur Kennzeichnung der Medien zu verwenden. Die Klartextsystematik eignet sich wegen ihres hohen Platzverbrauchs auf den Medien selbst nicht für eine besonders tief gehende Struktur – dies ist jedoch in vielen Fällen gerade erwünscht. Wie beim Interessenkreis kann eine individuell auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Klartextsystematik aber auch herkömmliche Systematiken vollständig ersetzen. Durch die veränderten inhaltlichen Schwerpunkte ergibt sich daraus auch ein neues Aufstellungskonzept, zum Beispiel in Form von „Kabinetten“.

    Die Landesfachstelle hat aus verschiedenen praktischen Umsetzungen eine Vorlage entwickelt, die als Muster für bayerische Bibliotheken, die auf Klartextsystematik umstellen wollen, zugrunde gelegt werden kann.

    • Die Belletristik bleibt unverändert und kann wie bisher mit Interessenkreisen gekennzeichnet und nach diesen aufgestellt werden.
    • Bei der Kinder- und Jugendliteratur werden die Medien der erzählenden Literatur nach Altersstufen sowie Interessenkreisen gegliedert.
      Beispiel zur erzählenden Literatur: Familie und Freunde - ab 10
      Die systematische Struktur für die Sachmedien ist eine kindgerechte Umsetzung der Klartextsystematik für Erwachsene.
      Beispiel zur Sachliteratur: Berufe – Feuerwehr


    Meldungen zum Bestandsaufbau


    Nobelpreis für Literatur 2018 und 2019

    Überraschung: Olga Tokarczuk und Peter Handke ausgezeichnet10.10.19

    Deutscher Jugendliteraturpreis

    Praxistipps und Leseclubs für Jugendjury gesucht10.09.19

    Spiel des Jahres 2019

    Just one … two … three …05.09.19

    Frankfurter Buchmesse (16.- 20. Oktober)

    Norwegen als Gastland der Frankfurter Buchmesse 201923.08.19

    Klartextsystematik in Bayern

    Wollen Sie Ihren Bestand auch
    auf Klartext umstellen?

    Wenn Sie Interesse haben an der neuen bayerischen Klartext-Systematik, dann informieren Sie sich hier!

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