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    Medientipps

    Cover zum Titel Die Totenkopfinsel

    Mit Würfel und Stift ins Abenteuer Kermarrec, Henri: Penny Papers Adventures - Die Totenkopfinsel

    Penny Paper ist eine Abenteurerin wie ihre berühmte Kollegin Lara Croft – nur eben (noch) nicht so bekannt. In „Die Totenkopfinsel“ begleiten die Spielerinnen und Spieler sie auf eine kleine Insel und helfen ihr, zusammen mit ihrem Gefährten Dakota Smith, möglichst wertvolle Schätze zu bergen.

    Mit Hilfe von drei Spezialwürfeln werden Würfelaugen beliebig von allen Mitspielenden gleichzeitig kombiniert und angrenzend an bereits „erforschte“ Felder auf einem Inselplan eingetragen. Wo sich gleiche Zahlen kreuzen, liegt ein Schatz vergraben, dessen Wert identisch mit ebendiesen Zahlen ist.
    Symbole wie „Penny Paper“ und „Ankerplatz von Dakota Smith“ stellen Jokerwerte dar, der „Totenkopf-Fluch“ bringt negative Punkte, wenn er nicht mit einer angrenzenden Zahl Neun abgewehrt werden kann. Das Spiel endet, wenn von einer Helferin oder einem Helfer der fünfte Fund gemacht oder alle „begehbaren“ Felder der Karte ausgefüllt sind. Siegpunkte errechnen sich aus den wertvollsten Funden und den (schädlichen oder abgewehrten) verfluchten Feldern.

    Die Sonderfunktionen sind bei allen drei Spielen der Penny Paper-Reihe ähnlich. Abenteuer mit der Schatzsucherin lassen sich nämlich auch noch „Im Tempel von Apikhabou“, das deutlich einfacher ist und vom Verlag bereits ab sieben Jahren beworben wird, sowie „Im Tal des Wiraqucha“, das eine sehr gute Übersicht erfordert und dementsprechend ab neun Jahren empfohlen wird, erleben.

    Alle diese Spiele gehören zum Genre der sogenannten „Roll and Write“- beziehungsweise „Pen and Paper“-Spiele, das in den letzten Jahren durch Spiele wie „Qwixx“, „Noch mal!“ oder „Ganz schön clever“ völlig neue Dimensionen und eine ungeahnte Beliebtheit erreicht hat.

    Geeignet ist das flotte Würfelspiel für so viele Mitspielende, wie Inselpläne vorhanden sind. Natürlich ist auch ein Solo-Spiel gegen den eigenen Bestwert möglich. Die Spieldauer von 20 bis 25 Minuten trifft es dabei recht gut; die Erklärung der Regeln geht schnell und wird durch die Graphik des Spielblocks sinnvoll unterstützt. Da alle gleichzeitig ihre Insel erforschen und die Möglichkeiten von Eintragungen begrenzt sind, verlängert sich die Spielzeit bei vielen Mitspielenden nur unwesentlich.

    Insgesamt stellt die „Totenkopfinsel“ eine sehr ausgewogene Mischung von Elementen dar; es erfordert schon etwas Planung, um möglichst wertvolle oder viele Schätze zu finden, aber es gibt auch genügend Zufall, der den lockeren Charakter des Würfelspiels nicht zu einer Grübel-Orgie verkommen lässt. Würfelergebnisse gelten für alle, dennoch wird jede Partie etwas anders verlaufen. Auch die von den Mitspielenden bewirkten Flüche lassen sich zum eigenen Vorteil nutzen.

    Die Besonderheit dieses Teils der Reihe „Penny Papers Adventures“ ist jedoch, dass die Abstraktion eines Würfelspiels durch die Konstruktion von sich kreuzenden Zahlenwerten tatsächlich eine sehr thematische Fassung bekommen hat, die im Familien- oder Freundeskreis allen eine knappe halbe Stunde echte Entdecker-Stimmung bietet.


    (Matthias Kluge)

     

    Penny Papers Adventures – Die Totenkopfinsel
    / Henri Kermarrec ; Grafikdesign: Henri Kermarrec ; Ill. (Schachtel): Géraud Soulié ; aus dem Franz. von Frank Thuro ; […] - Leuze : Sit Down! ; Friedberg : Pegasus Spiele (Vertrieb), 2018. - 1 Spiel (3 Spezialwürfel, 1 Block mit 100 doppels. Abenteuerplänen, 1 Spielanltg.). - in Karton 13 x 17 x 3 cm
    Ab 8 Jahren. - Für bis zu 100 Personen. - Spieldauer: ca. 20 - 25 Min.
    Einheitssacht.: Penny Papers Adventures – Skull Island <dt.>
    EAN 4250231716874 : EUR 9,95 [freier Pr.]

     

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    Kluge, Matthias
    Spiele

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    Kluge, Matthias

    Mit Würfel und Stift ins Abenteuer

    Kermarrec, Henri Penny Papers Adventures - Die Totenkopfinsel
    © Bayerische Staatsbibliothek