• Start
  • >Fachinformation
  • >IT und Internet
  • >Bibliothekssoftware
  • >Module
  • Partner


    Bayerische Staatsbibliothek
    Bibliothekarische Fortbildung in Bayern
    Bibliotheksportal Fachstellen-Server
    Mailingliste der ÖBs in Bayern
    Leseforum Bayern
    Stadtkultur Netzwerk bayerischer Städte e.V.

    Bibliothekssoftware

    Module

    Erwerbung

    Am Anfang der Medieneinarbeitung steht in aller Regel die Erwerbung. Hier können Fremddaten, also Katalogdatensätze von anderen Bibliotheken oder kommerziellen Anbietern in die Bibliotheksdatenbank importiert werden. Liegen noch keine Fremddaten vor, wird eine Kurz-Katalogisierung mit den relevanten Bestelldaten vorgenommen (Katalogisierung). Es findet eine Dublettenkontrolle statt, die ungewollte Staffelexemplare verhindert. Neben der Festlegung des Lieferanten erfolgt auch die Etatverwaltung. So kann jederzeit eine Übersicht der vorhandenen, der bereits verausgabten und der noch verfügbaren Mittel abgerufen werden. Der Bestelldruck erfolgt nach individuellen Kriterien.

    Nachdem die Aufträge vergeben wurden, ermöglicht die Bibliothekssoftware die Überwachung des Bestellgangs, wozu auch die Mahnung bei Lieferverzug gehört.

    Nach dem Eingang der Bestellung erfolgt die Lieferkontrolle. Hier wird mit Hilfe des Bibliothekssystems geprüft, ob die Lieferung der Bestellung entspricht (Anzahl, Auflage usw.). Nach der Rechnungskontrolle erfolgt die Inventarisierung der Medien. Heute kann auf eine jährlich neu beginnende Zählung (Zugangsnummer) verzichtet werden - die eindeutige Identifizierung übernimmt die Mediennummer (auch Exemplarnummer). Das EDV-Programm erstellt auf Abruf Zugangslisten und Inventarverzeichnisse; nach dem Ausscheiden auch Abgangslisten.

    Durch die Inventarisierung werden der Bearbeitungsstatus, die Etatverwaltung und notwendige Statistiken (Zugangs- und Bestandsstatistik) aktualisiert.

    An der Schnittstelle von der Erwerbung zur Katalogisierung steht die Zeitschriftenverwaltung, die manchmal auch als eigenes Modul angeboten wird. Einerseits kann man damit die Abonnements verwalten und kalkulieren, andererseits erleichtert die Zeitschriften-Katalogisierung das Einarbeiten neuer Hefte, da viele Bestandteile der Titelaufnahme bereits automatisiert vorgegeben werden.

    Katalogisierung

    Mit Hilfe des zentralen Moduls Katalogisierung werden für alle vorhandenen Medien Katalogdatensätze und Exemplarsätze angelegt.

    Der Katalogdatensatz beinhaltet eine Beschreibung des jeweiligen Mediums mit allen relevanten Eigenschaften auf einer formalen (Mediengattung, ISBN, Verfasser...) und einer inhaltlichen (Schlagwort, Systematik, Annotation...) Ebene. Mehr dazu auch unter Erschließung  in der Rubrik Bestandsaufbau. Dafür muss die Bibliothekssoftware die allgemein verbindlichen Regelwerke und Normdateien kennen und verarbeiten können.

    • RAK-ÖB Regeln für die alphabetische Katalogisierung für Öffentliche Bibliotheken
    • RSWK Regeln für die Schlagwortkatalogisierung
    • ASB Allgemeine Systematik für Öffentliche Bibliotheken
    • SSD Systematik der Stadtbibliothek Duisburg

    Um eine kompatible Datenbasis herstellen zu können, ist bei der Übertragung und Speicherung der Daten ebenfalls auf ein standardisiertes Format zu achten, das wohl zur Zeit gängigste ist das sogenannte MAB2-Format (Maschinelles Austauschformat für Bibliotheken Version 2). Zur Verbindung mit vielen online abrufbaren Datenquellen empfiehlt sich eine Z39.50-Schnittstelle.

    Der Exemplarsatz bezeichnet den konkreten physischen Einzeltitel mit den Lokaldaten (Mediennummer, Standort, Verfügbarkeitsstatus, Leihfrist...).

    Meist in den Katalog integriert ist die Dienstrecherche (auch Interne Recherche) für die Mitarbeiter der Bibliothek. Damit lassen sich wichtigsten Daten eines Medium über Suchmasken abfragen. Darüber hinaus steht oftmals auch eine SQL-Abfragemöglichkeit für die Kombination der weniger benötigten Kriterien zur Verfügung.

    Für die Bibliothekskunden steht der Benutzerkatalog, der meist OPAC genannt wird, zur Verfügung.

    Verwaltung

    Weniger häufig gebrauchte Funktionen finden sich oft in einem Verwaltungsmodul. Dieses kann recht unterschiedliche Bezeichnungen wie Service, Konfiguration oder Administration haben und auch verschiedenste Funktionen beinhalten. In diesen Bibliotheksfunktionen zum Beispiel legt man Zweigstellen an und definiert Bearbeiterrechte für Mitarbeiter.
    Mit den Datenbankfunktionen kann man Sicherungskopien erstellen und einspielen oder sich umfangreichere Statistiken - in einigen Fällen sind die Daten für die Deutsche Bibliotheksstatistik hier bereits vorkonfiguriert - ausgeben lassen.

    Ausleihe

    Grundvoraussetzung für die Ausleihe ist die eindeutige Identifizierung von Bibliothekskunde und Medium. Dies geschieht durch eine eindeutige Nummer, die als Barcode, Magnetstreifen oder neuerdings als RFID-Etikett auf den Medien und den Benutzerausweisen eingesetzt wird. Je nach verwendeter Technik werden Barcode-Reader, Scan-Pistolen, Magnetkartenleser oder RFID-Reader an der Verbuchungstheke eingesetzt. Mit diesen Bestandteilen arbeitet auch die Mediensicherung, die ebenfalls meist in das Ausleihmodul integriert ist. Die Benutzer erhalten je Ausleihvorgang einen Fristbeleg, der die Rückgabetermine auflistet. Auf Wunsch kann auch die Rückgabe eines Werkes mit einem Beleg dokumentiert werden. Zum Einsatz kommen hier überwiegend spezielle Bon-Drucker, die meist mit dem Thermodruckverfahren arbeiten.

    Was der Katalog für die Medien ist, ist die Kundendatenbank für die Benutzer. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Ausleihpolitik einer Bibliothek sehr detailliert umsetzen. Hier werden Ausleihbeschränkungen zum Beispiel in Zusammenhang mit Jugendschutzvorschriften, Nutzergruppen wie Klassen und Institutionen oder Familienzusammengehörigkeiten verwaltet. Nicht zuletzt lassen sich mit dem Ausleihmodul auch die Einstellungen für Verlängerungen, Vormerkungen und Fernleihen setzen und die entsprechenden Funktionen durchführen. Selbstverständlich übernimmt die Software auch die Überwachung der Rückgabefristen.

    Neben der Erstellung von Mahnbriefen wird auch die Berechnung der Säumnisgebühren gemäß der Gebührensatzung der Bibliothek von der Software durchgeführt.

    Ist die Bibliothekssoftware Server-basiert, kann es schon einmal zu einem Ausfall der Verbindung kommen, in diesem Fall sollte man auf eine Offline-Ausleihe ("Notverbuchung") zurückgreifen können, die alle Daten so lange speichert, bis die Verbindung wieder hergestellt werden kann.

    OPAC (Online Public Access Catalog)

    Die aus der Zeit der Zettelkataloge getrennt geführten Verfasser- Titel- Schlagwort- und Systematikkataloge sind in einer Datenbank mit verschiedenen Registern verschmolzen. Um den Nutzern entgegenzukommen, gibt es in der Regel zwei Suchmöglichkeiten: die Volltextsuche (in dieser "einfachen Suche" spielt es keine Rolle, wo die Suchbegriffe im Katalogisat vorkommen) und eine meist "Expertensuche" genannte Funktion (hier können Suchbegriffe bestimmten Suchfeldern zugeordnet werden, z.B. Suche nur im Titel oder Erscheinungsjahr verknüpft mit Medienkategorie) um eine große Ergebnismenge auf eine sinnvolle Anzahl zu reduzieren.

    Viele Systeme bieten zu den Titeldaten noch weitere Informationen an, wie Umschlagbilder oder Internetlinks (Kataloganreicherung).

    Grundsätzlich lassen sich die Benutzerkataloge auf Grund der Erreichbarkeit in 2 Kategorien einteilen:
    Der so genannte LAN-OPAC wird in einem räumlich begrenzten Netzwerk betrieben. Dieses Netzwerk kann sich nur auf ein Bibliotheksgebäude oder auch auf Zweigstellen beziehen. In der Regel wird für jeden Rechercheplatz eine Lizenz benötigt, die jeweils lokal installiert werden muss. Der LAN-OPAC steht den Nutzern nur während der Öffnungszeiten an vorgegebenen Standorten zur Verfügung.
    Der Web-OPAC (auch iOPAC) wird im Internet betrieben. Er ist von jedem Internetanschluss aus auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar. Die Suche und Darstellung erfolgt über alle gängien Web-Browser. Es sind weder Installation noch Einzellizenzen auf den Recherche-PCs notwendig.

    Ebenso unterschieden werden muss zwischen Offline-Systemen, die nur in bestimmten Intervallen (meist einmal in der Nacht) aktualisiert werden, und Online-Systemen, die üblicherweise in Echtzeit betrieben werden und damit stets aktuell sind.

    Moderne OPAC-Systeme bieten auch "Selbstbedienungsfunktionen" an. Wie der Name schon sagt, können die Nutzer nach Identifizierung mit einer Benutzerkennung und einem Passwort ihr Benutzungskonto einsehen, Verlängerungen beantragen und Vormerkungen tätigen.
    In der Weiterentwicklung zu einem OPAC 2.0 (analog dem Web 2.0) finden sich vermehrt auch Funktionen zur Bewertung und Kommentierung der Medien oder persönliche Merklisten, in denen Medieneinträge gespeichert werden können, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgeliehen werden sollen.

    Meldungen zu IT und Internet


    Netzwerk Bibliothek

    Neue Website und aktueller Stand 27.04.18

    IT und Internet

    Bibliotheksportal im neuen Design online 10.01.18

    TOMMI Deutscher Kindersoftwarepreis

    Die Sieger 2017 17.10.17

    Literaturförderung

    Fünf Jahre Literaturportal Bayern 01.08.17
    © Bayerische Staatsbibliothek