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    Internetauftritt

    Gestaltung

    Corporate Design

    In vielen Fällen verfügt der Bibliotheksträger bereits über festgelegte Gestaltungsprinzipien (Logo, Farbschema, Schriftarten, Seitenlayout…). Dieses einheitliche Erscheinungsbild nennt man auch Corporate Design. Auch wenn dessen Verwendung nicht zwingend vorgeschrieben ist, sollte sich eine Bibliothek dessen Bekanntheitsgrad und die für User einheitliche und von daher auch leichter zu verstehende Struktur zu Nutze machen. Existieren keine Vorgaben, kann die Bibliothek individuell auf ihre Zielgruppen eingehen und sich eine eigene „Identität" zulegen. Optimalerweise sollte der gesamte Auftritt einer Bibliothek vom Briefkopf bis zum Leitsystem stimmig sein, das zeugt von Professionalität und erhöht die Identifikation der Kunden mit „ihrer" Bibliothek.

    Weitere Informationen zu dieser Thematik auf OeBiB.de:
    Corporate Identity und Image

    Hypertext

    Auch wenn die meisten Inhalte im Internet durch Textinformationen vermittelt werden, ist eine Website kein Buch, das man linear von vorne nach hinten liest. Der große Vorteil des Hypertexts ist, dass sich dessen oft komplexe oder spezielle Inhalte bündeln und leicht miteinander verknüpfen lassen. So werden Wiederholungen vermieden und Änderungen in Teilbereichen sind sofort für alle anderen Bereiche verfügbar.

    Auch die Lesegewohnheiten unterscheiden sich von denjenigen gedruckter Publikationen: die weitaus größten Teile von Texten werden auf der Suche nach relevanten Inhalten nur überflogen, lange Texte drucken User gerne auch wieder aus.

    Die am Bildschirm anzuzeigenden Texte sollten daher möglichst kurz und leicht erfassbar sein, hilfreich sind hierzu aussagekräftige Überschriften, eine deutliche Untergliederung in Absätze sowie sinnvolle Hervorhebungen durch unterschiedliche Farben, Größen, Schrifttypen und Schriftauszeichnungen, wie zum Beispiel kursive oder fette Teile im laufenden Text.

    Für die Texte, die zum Ausgedrucken bestimmt sind, bietet sich das weit verbreitete PDF-Format von Adobe an, mit der kostenlosen Software Adobe Reader kann es komfortabel angezeigt werden.
    Alle Dateien zum Herunterladen sollten noch einmal auf möglichst kurze Ladezeiten hin überprüft werden.

    Usability

    Usability bedeutet soviel wie Benutzerfreundlichkeit, weiter gefasst aber auch Brauchbarkeit allgemein. Der User einer Website will wissen, welche für ihn nützlichen Informationen und Dienste er auf diesen Internetseiten finden kann und wie er an diese herankommt.

    In erster Linie gehört dazu eine übersichtliche Struktur der Website, die den gesamten Inhalt sinnvoll wiedergibt und zugleich zeigt, wo sich der User gerade befindet. Eine zu komplexe Untergliederung trägt ebenso zur Verwirrung des Users bei wie undurchsichtige Sprünge bei internen und externen Verlinkungen.

    Professionell gestaltete Internetpräsenzen überzeugen nicht durch technische Spielereien, sondern durch gute Inhalte und Aktualität.
    Das Wichtigste muss sofort ersichtlich und mit wenigen Mausklicks erreichbar sein.
    Ablenkende Bestandteile wie zum Beispiel Töne, sich bewegende Elemente, sehr starke oder sehr schwache Kontraste sind - wenn überhaupt - nur vereinzelt und gezielt einsetzbar.
    Nach Möglichkeit sollten auch Applets (kleine Programme, die im Browser abgespielt werden) und Scripts (Mini-Anwendungen, die im Quelltext einer Website enthalten sind) vermieden werden, denn sie können gerade bei langsameren Rechnern die Seitendarstellung bedeutend bremsen und sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen.

    Im Lauf der Zeit haben sich eine Reihe von Konventionen im Layout herausgebildet (die Navigationsleiste befindet sich meistens links, der Klick auf ein Logo im Seitenkopf führt zur Startseite, etc.). Diese einzuhalten lohnt sich, um dem User die Gestaltung einer Website vertraut erscheinen zu lassen und damit die Übersichtlichkeit zu erhöhen.

    Auch in technischer Hinsicht gibt es Konformitätsrichtlinien, sie gewährleisten zum Beispiel, dass Schriften, Farben und Seitenaufbau bei der Darstellung mit unterschiedlichen Browsern, Bildschirmauflösungen oder Betriebssystemen immer in der gleichen Form dargestellt werden.

    Multimedia

    Für die Einbindung externer Dokumente hat sich das PDF-Format durchgesetzt. Es enthält keine Makro-Viren, keine Layout-Einstellungen und kann vor Veränderungen geschützt werden, daher wird es – unabhängig von Betriebssystem und verwendeter Hardware – immer in der gleichen Form aus dem Drucker kommen. Für die Umwandlung von Inhalten gibt es als Standardsoftware Adobe Acrobat, jedoch enthalten die neuesten Textverarbeitungsprogramme mittlerweile ebenfalls ein Umwandlungsmodul. Zusätzlich sind auch hier kostenfreie Anwendungen erhältlich.

    Das Internet ist auch ein bildorientiertes Medium; nichts wirkt ermüdender als lange Texte am Bildschirm zu lesen. Unerheblich ob mit einem Content-Management System gearbeitet wird oder nicht, ist großer Wert auf auflockernde und instruktive Abbildungen zu legen. Damit diese schnell von einem Browser geladen werden können, sollten sie vor dem Upload bearbeitet und auf die reale Abbildungsgröße minimiert werden.

    Barrierefreiheit

    Da auch Sehbehinderte zunehmend das Internet nutzen, sollte eine Bibliothekswebsite sich auf deren Bedürfnisse anpassen lassen. Dazu gehört, dass diese sich von Textbrowsern gut interpretieren lässt, dass Kontraste variabel einstellbar sind und dass Schriften und Bilder ohne zusätzliche Programmwerkzeuge vergrößert werden können.

    Bei der Umsetzung eines barrierefreien Internetangebotes hat sich der Bund in vorbildhafter Weise eigene Richtlinien für seine verschiedenen Websites geschaffen. Diese Regelungen sind für kommunale öffentliche Bibliotheken nicht verbindlich, doch empfiehlt es sich, möglichst viele der darin genannten Aspekte auch auf den eigenen Internetseiten zu berücksichtigen.

    Aktuelle Hinweise zu diesem Thema findet man auf der Website Einfach für alle der Deutschen Behindertenhilfe - Aktion Mensch e.V.

    Speziell geeignet für Bibliotheken ist der Artikel „Auf dem Weg zur barrierefreien Website / Rechtliche Anforderungen und Tipps aus der Praxis" von Barbara Jedwabski aus der Zeitschrift „Buch und Bibliothek", Heft 3/2005, S. 225f.

    Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung vom 12. September 2011 (BGBl. I S. 1843) - Anbieter: juris GmbH (PDF)

     

     

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