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    Schulbibliotheksporträts

    Medienatelier im Nägelsee-Schulzentrum in Lohr/Main - zwei Schulen unterschiedlichen Typs unter einem Dach

     

     

    Leseecke 1
    Bibliotheksassistent Detlev Meier bei der Arbeit
    Leseecke 2
    Überblick Medienatelier
    Überblick Medienatelier
    Internet-Recherche
    Internet-Recherche
    Lesen mit Ausblick
    Lesende
    Vielfältige Nutzung der Stufenkonstruktion
    Lesung mit Conny Leimeister
    Bequemes Schmökern
    Antiquarische Bücher, davor: Schulbibliotheksbeauftragte Andrea Pöschl
    <br>Fotos: Andrea Pöschl<br><b>Größere Bilder in der Bildergalerie!</b>

    Im Schulzentrum Nägelsee in Lohr am Main besteht eine einzigartige Situation in Bayern dadurch, dass sich zwei Schularten unterschiedlichen Typs, ein Gymnasium und eine Mittelschule, in einem Gebäude befinden. Zentrales Mittelstück, das beide Schulen räumlich miteinander verbindet, ist die jetzt circa 330 m² große Bibliothek. Im Zuge der Sanierung des kompletten Schulkomplexes wurde dem Medienatelier eine räumlich-gestalterische sowie in der Nutzbarkeit neue Note gegeben. Im Mittelpunkt standen hier vor allem vier Aufgabenfelder: Ermöglichen und Fördern von Lesekompetenz und Lesefreude, Erwerb von Recherche- und Informationskompetenz, Raum für Präsentation und Vortrag sowie Entspannung und Rückzug (gerade in der offenen Ganztagsschule).  

    Der Schock war groß, als 2012 zu Beginn der Planungen bezüglich der Sanierung des Schulgebäudes deutlich wurde, dass die bisherige, sehr geräumige, auf zwei Etagen gelegene Bibliothek - das Herzstück des Hauses - zur Hälfte einer Mensa weichen sollte. Zwangsläufig damit verbunden war eine Reduzierung des umfangreichen Bestandes auf ca. 12.000 Medien; unklar blieb, was mit den antiquarischen Büchern aus dem 19. und 20. Jahrhundert passieren sollte. Beibehalten wurde im Entwurf des Architekturbüros Haase Karlstadt in Absprache mit ekz.bibliotheksservice GmbH Reutlingen die räumliche Zweiteilung in Schülerbücherei und Lehrerbücherei.  

    Unabdingbar erschienen neue, in ihrer Höhe an die Bedürfnisse angepasste Regale (1,70 m Höhe für den Bereich der Schülerbücherei und 2,10 m Höhe für den Bereich der Fachbücherei) sowie einige Schrägfachböden, die zur Präsentation von Neuerwerbungen sowie zur Auslage von Zeitungen und Zeitschriften geeignet sind. Um die Kosten zu senken, entschied man sich für eine Mischung aus Buche- und Metallböden. Neben zwei Gruppentischen für die Arbeit in Kleingruppen stehen acht PC-Einzelplätze für die Recherche zur Verfügung; weitere PCs befinden sich im Raum neben dem Medienatelier. Für die schnelle Suche sind zwei OPAC-Stehplätze angedacht. Der Blick wird zentral auf eine Stufenanlage gelenkt, die eine breitgefächerte Nutzung ermöglicht. Auf dieser zweistufigen Podestkonstruktion haben bis zu 70 Schüler Platz. Sie eignet sich hervorragend für die Präsentation von Arbeiten im Klassenverband, Lesewettbewerbe oder auch für Lesungen bzw. Theateraufführungen in einem kleineren Rahmen. Zur Schalldämpfung und Absturzsicherung ist die Stufenkonstruktion von Regalen umgeben. Zum Schmökern laden eine kleine Polsterlandschaft mit Büchertrog sowie Hocker bzw. Sitzkissen ein. Letztere befinden sich im hinteren Teil der Bibliothek, der Fensterfront zugerichtet. 

    In die bunten Fensternischen sind weitere Sitzmöglichkeiten integriert, die einen Blick auf die unter der Bibliothek gelegene Mensa eröffnen. In Rot ist die Themeninsel gehalten; diese ermöglicht eine ansprechende Ausstellung von Schüler- und Projektarbeiten sowie Neuerwerbungen, Buchpräsentationen zu bestimmten Themenbereichen sowie die Durchführung des am Gymnasium entworfenen Mediencurriculums mit verbindlichen Modulen. Eine große Theke, ein Arbeitsplatz und ein abschließbarer Medien- und Aktenschrank garantieren dem Bibliotheksassistenten eine bequeme Einarbeitung der Medien, eine sichere Verwaltung sowie einen praktischen Verleih. Zwei Bücherwägen, die auch als „Lesekisten“ genutzt werden können, finden hinter der Theke ihren Platz. Für die sichere und saubere Verwahrung der Büchertaschen von Schülerinnen und Schülern sorgen zwei Taschenschränke. Neben der Bibliothek befindet sich in der Nähe des linken Zugangs die Kreisbildstelle, rechterhand ist ein Computerraum in nächster Nähe, sodass eine Nutzung verschiedener Medien und die Recherche in Printmedien und Online-Katalogen möglich ist.  

    Durch den Kooperationsvertrag mit der Stadtbibliothek im August 2014 wurde die Schulbibliothek zu einer Zweigstelle mit Sonderstatus. Da Organisation und Betrieb der Schulbibliothek des Schulverbunds durch einen hauptamtlichen Bibliotheksassistenten gewährleistet sind, ging es bei einer vertraglichen Regelung in erster Linie um eine bessere Nutzung für die Bibliotheksbesucher auf beiden Seiten, eine pragmatischere Betriebsorganisation sowie um eine gezieltere, übergreifende Förderung von Lesefreude und Lesekompetenz. Für die Nutzer sowohl der Stadt- als auch der Schulbibliothek hatte eine Kooperationsvereinbarung den Vorteil, dass diese durch die Anerkennung eines gemeinsamen Benutzerausweises, einer Art "Kombikarte", Medien an beiden Stellen ausleihen können. Und zwar aus einem Medienbestand, der nach gegenseitiger Absprache aufgebaut wird. Hierzu steht das Medienatelier der Öffentlichkeit an zwei Nachmittagen zur Verfügung. Für Schülerinnen und Schüler von Mittelschule und Gymnasium wird die Möglichkeit einer Fernleihe über die Stadtbibliothek erleichtert; lange Fahrten nach Würzburg (zum Beispiel in die Universitätsbibliothek) entfallen. Bei Nutzung des gleichen EDV-Systems (WinBIAP) sowie einer gleichen Systematik sind die Bestände in einem Katalog nachgewiesen und können von beiden Seiten vom Nutzer abgerufen werden. Dabei sind die Medien der Fachschaften der Schule einem Präsenzbestand zugeordnet.  

    Bibliothek und Schule vereinbarten eine konstruktive Partnerschaft, die sowohl den pädagogischen Zielen der beiden Schulen als auch den Interessen der Bibliothek an einer intensiven Zielgruppenarbeit entspricht. Leseförderung und Lesekompetenz können in gemeinsamen Aktionen verwirklicht werden: Kennenlernen der Bibliothek als attraktive, lernunterstützende Einrichtung (5. Klasse), Wecken von Leseinteresse und Lesefreude in gemeinsamen Veranstaltungen zur Leseförderung (z.B. Lesetipps, Buchpräsentationen, Autorenlesungen) sowie Informationen über Leseaktionen (wie Wettbewerbe, Leserallyes, Ferienaktionen), Ausbildung einer stabilen Lesegewohnheit (7. bis 10. Klasse) sowie Erweitern von Recherche- und Informationskompetenz (7. und 11. Jahrgangsstufe).

    Bestand
    Flyer Medienatelier

    Andrea Pöschl

     

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