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    "Generation Plus"

    Bücherei im Altenheim St. Gisela in Gräfelfing
    Foto: US, Münchner Wochenanzeiger

    Bibliotheksservice

    Vor-Ort-Service in der Bibliothek

    Mit zunehmendem Alter und bei Behinderung wird der Service der Bibliothek für ältere Menschen wichtiger. Dieser setzt bei leichten Alterserscheinungen an, wenn z.B. das Sehen in der Nähe beschwerlich wird. Da das Bibliothekspersonal natürlich nicht genug Zeit hat, um jedem, der seine Brille vergessen hat, die Buchbeschreibung vorzulesen, hat es sich bewährt, an der Theke ein kleines Sortiment an Lesebrillen für den Vor-Ort-Gebrauch auszulegen (z.B. BIZ Haßfurt, Stadtbibliothek Ochsenfurt). Im Idealfall sponsert ein lokaler Optiker das Angebot, so dass keine Kosten anfallen.

    Wenn Menschen im hohen Alter noch mobil genug sind, um die Bibliothek aufzusuchen, so sollten sie dort mit besonderer Aufmerksamkeit bedient werden. Dazu zählen eine nette Begrüßung und zuvorkommende Hilfe bei der Auswahl der Medien. Sehr angenehm ist es für die Senioren, wenn jemand vom Bibliotheksteam deren Interessen kennt und in etwa weiß, welche Bücher sie schon gelesen haben.

    Für diejenigen, die sich auch im Alter noch gerne selbst in der Bibliothek zurechtfinden, sollten speziell auf die Zielgruppe abgestimmte Führungen angeboten werden.

    Im Hinblick auf Menschen, die nur noch eingeschränkt gehfähig sind, gibt es vereinzelt Beispiele, dass ein Rollator bereitsteht, wie z.B. in der Stadtbibliothek Göttingen. Wichtig für diese Gruppe der Älteren ist der Faktor  Barrierefreiheit

    Besonders hilfreich sind im Eingangsbereich deponierte Tragekörbe für den bequemen Transport der Medien.

    Mobiler Bücherdienst

    Alte Menschen, die es gar nicht mehr schaffen, selbst in die Bibliothek zu kommen, sind sehr dankbar für das Angebot eines mobilen Bücherdienstes. D.h. im regelmäßigen Turnus suchen meist ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gehbehinderte Menschen zuhause auf oder kommen zu ihnen ins Seniorenheim.
    Bei diesen Besuchen sind neben geeigneten Medien (Großschrift, Hörmedien, biografienahe Themen) Gespräche mit den alten Menschen besonders wichtig.

    Bei Betagten, die nicht mehr selber lesen und die Inhalte kognitiv verarbeiten können, wie z.B. bei Demenzkranken, ist eine entsprechende Vermittlung nötig: Vorlesen und ein kreatives Begleitprogramm durch geschulte Kräfte können die alten Menschen aus der Reserve locken und Freude in deren Alltag bringen.
    Die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen sollten sich allerdings bewusst sein, dass diese Arbeit emotional belastend sein kann und bei Bedarf institutionelle Begleitangebote in Anspruch nehmen (Freiwilligenbörse, Seniorenservice etc.)

    Manchmal übernimmt auch ein lokaler Bibliotheksförderverein mit seinen Ehrenamtlichen solche zusätzlichen Aufgaben (wie z.B. in Bad Aibling).

    Einzelne Bibliotheken, wie in Gräfelfing, haben sogar eine kleine Bibliotheks-Zweigstelle in einem Seniorenheim eingerichtet, um den Bewohnern vor Ort Lesestoff aushändigen zu können. (tg)

    Praxisberichte

    Hochbetagter in der Bücherei am Stadtpark Kulmbach (OeBiB.de)
    Lesebrillen im BIZ Haßfurt (OeBiB.de)
    Mobiler Bücherdienst in der Europa-Bücherei Passau (OeBiB.de)
    Mobiler Bücherdienst in der Stadtbücherei Würzburg (OeBiB.de)
    Bibliotheks-Zweigstelle in Gräfelfing (PDF)

    Rollator in der Stadtbibliothek Göttingen

    Bücher auf Rädern - MEB-Mobil bringt älteren, nicht mehr so mobilen Menschen Lesestoff
    Ein Angebot des Malteser Hilfsdienstes und der Europabücherei Passau (Video auf Yotube)

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    www.youtube.com/watch

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