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    Mädchen und Jungen

    © Wittstadt

     

    Maßnahmen zur geschlechtersensiblen Leseförderung greifen vor allem dann, wenn verschiedene Partner kooperieren, sich ergänzen und aufeinander aufbauen. Zu nennen sind Eltern, Erzieher, Lehrer, Bibliotheken, Buchhandlungen, Verlage und nicht zuletzt die Politik.

    Warum Leseförderung für Jungen?

    Im Dezember 2010 wurden die Ergebnisse der PISA-Studie 2009 veröffentlicht. Erneut stand die Lesekompetenz im Focus, wie schon im Jahr 2000. In der neuen PISA-Studie 2009 liegen die Jungen beim Lesen gegenüber den Mädchen sogar noch weiter zurück als vor neun Jahren. Das macht etwa ein ganzes Schuljahr aus. Der Anteil der Jungen, die auf höchstem Leistungsniveau lesen können, sank um fast die Hälfte von 7 auf 4 Prozent.

    Gleichzeitig haben viele Bibliotheken festgestellt, dass Jungen ab 9 oder 10 Jahren in ihrem Nutzungsverhalten nachlassen. Um bei diesem Entwicklungstrend gegenzusteuern, ist es wichtig, die Leseförderung für Jungen in den Focus zu nehmen. Wie schon bei der ersten PISA-Studie wird die Verbesserung der Lesemotivation als eine der wichtigsten Ansatzpunkte genannt.

    Geschlechtersensible Leseförderung für Mädchen und Jungen

    Allerdings geht es nicht darum, bestehende Geschlechterstereotypen zu zementieren. Verbreitet sind Vorurteile wie: Jungen spielen gern Fußball und interessieren sich für Technik, Computerspiele und lesen kurze Sachtexte, Mädchen lieben Romane und Pferde. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass geschlechtsbezogene Vorurteile die Bildungsergebnisse von Mädchen und Jungen und sogar die Berufsentscheidung beeinflussen können. Es geht aber weder um das Beibehalten von überkommenen Rollenvorstellungen noch um Gleichmacherei. Es ist wichtig bei Mädchen wie auch bei Jungen individuell genau hinzuhören, was interessiert, und deren Vorlieben zuzulassen. Unbestritten ist nach wie vor die Mädchenleseförderung gleichermaßen bedeutsam, gerade um deren Neigung für frauenuntypische Themen und Berufe zu erkennen.
    Sie sollten lokal und individuell entscheiden, ob es sinnvoll ist, Mädchen und Jungen voneinander getrennt zu fördern oder ob dies als ausgrenzend wahrgenommen wird. Die besondere Kunst besteht letzlich darin, beide Geschlechter bei Leseaktionen zusammenzuführen. Dabei geht es nicht um einseitige "Angleichung", sondern darum, die Erkenntnis "beide haben Fähigkeiten und können voneinander lernen" praktisch umzusetzen
    (vgl. auch die Vorüberlegungen zu einem Veranstaltungskonzept der Kinderbibliothek Hamburg). (tg)

    Links

    Rubrik "Leseförderung für Jungen" auf dem Bibliotheksportal

    Jungenleseliste von MANNdat e.V.
    Die Jungenleseliste gibt Tipps und Informationen zur Leseförderung von Jungen und bietet eine Zusammenstellung aktueller Literatur

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