Aktionstage

Welttag der Poesie: 21. März

Die UNESCO hat im Jahr 2000 den 21. März zum „Welttag der Poesie” ausgerufen. Der Welttag soll an den Stellenwert der Poesie, die Vielfalt des Kulturguts Sprache und die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern. Beispiele für Aktivitäten rund um den Welttag der Poesie sind Lesungen, Ausstellungen, Rezitationen lyrischer Werke in Radio und Fernsehen, Publikationen poetischer Werke oder die Vergabe von Poesie-Preisen.

 

Lyrik-Empfehlungen von Neuerscheinungen

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, u.a. veröffentlichen jährlich im Rahmen der Leipziger Buchmesse eine Empfehlungsliste von Neuerscheinungen deutschsprachiger und ins Deutsche übersetzter Lyrikbände: http://www.lyrik-empfehlungen.de/
Der Deutsche Bibliotheksverband regt an, am oder ab dem 21. März die prämierten Lyrikbände prominent zu präsentieren. Bibliotheken, die sich daran beteiligen, werden auf der Website genannt.

 

Gedichte im Internet: Lyrikline

Auf der Internetplattform lyrikline werden Gedichte im Originalton, Originaltext und in deutscher Übersetzung präsentiert und somit die älteste literarische Kunstform, die Poesie, und das jüngste Kommunikationsmedium, das Internet, zusammengebracht: lyrikline.org

Welttag des Buches: 23. April

1995 hat die UNESCO den 23. April, den Todestag von Shakespeare und Cervantes, zum Welttag des Buches ausgerufen. Dieser hat sich in Deutschland mittlerweile als eine Art bundesweites Lesefest etabliert.

Die Stiftung Lesen und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. unterstützen den Welttag des Buches mit Kampagnen und Werbemitteln. Neben Buchhandlungen, Verlagen und Schulen sind alle Bibliotheken - unabhängig von Größenordnung und finanzieller Ausstattung - ausdrücklich aufgerufen, an diesem Aktionstag die Werbetrommel für Bücher und das Lesen zu rühren. Ausstellungen, Märchennachmittage, Lesungen, Lesenächte, Preisrätsel und vieles mehr sind geeignete Aktionen.

Unter dem Motto „Ich schenk dir eine Geschichte” gibt es für Schulen eine Buch-Gutschein-Aktion, gerichtet an Viert- und Fünftklässler, die einen extra zu diesem Anlass geschriebenen Titel in einer Buchhandlung abholen können.
In einem separaten Bestellvorgang können sich auch Bibliotheken an dieser Aktion beteiligen und flankierend zu ihren Aktivitäten über die Stiftung Lesen ein Paket mit 20 Büchern sowie begleitenden Unterrichtsmaterialien und ausgearbeiteten Aktionsideen beziehen.

www.welttag-des-buches.de

Jahrestag der Bücherverbrennung: 10. Mai 1933

Am 10. Mai 1933, wenige Wochen nach der nationalsozialistischen Machtübernahme, wurden Bücher von politisch und rassisch unerwünschten Schriftstellern und Wissenschaftlern in fast allen deutschen Universitätsstädten verbrannt. Darunter waren u.a. Werke von Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Irmgard Keun, Heinrich Mann, Erich Mühsam, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Arnold und Stefan Zweig.

Grundlage für die Auswahl der zu verbrennenden Werke bildeten so genannte „Schwarze Listen“ des Bibliothekars Wolfgang Herrmann, nach denen Student*innen und andere Hochschulangehörige „verbrennungswürdige“ Literatur in Universitätsbibliotheken, Leihbüchereien und Buchhandlungen für die Verbrennungen aussonderten.

Dabei hätten gerade die Studierenden, Professoren (und Bibliothekare) Heinrich Heines Mahnung kennen sollen: „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”

Dieses Zitat aus dem Drama Almansor, das Heine schon 1821 geschrieben hat, wurde auf unfassbare Weise Realität.

(Dabei bezieht sich das Zitat nicht auf die vier Jahre zuvor durchgeführte Bücherverbrennung während des Wartburgfestes 1817, sondern auf eine Verbrennung des Korans kurz nach der Eroberung des spanischen Granada durch christliche Ritter 1499/1500).

Die bundesweite Aktion „Bücher aus dem Feuer” greift das Gedenken an die Bücherverbrennung auf.

Gerade Bibliotheken sind aufgerufen, durch gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Sinn und Zweck des Gedenktages an das Geschehen zu erinnern. Aktionen mit geeigneten Vorleser*innen und ein Büchertisch sind sinnvoll, um eine nachhaltige Wirkung zu erreichen. Ziel ist, dass möglichst viele Partner sich beteiligen, insbesondere auch Schulen.

Alljährlich sind Vortragende aufgerufen, an diesem Tag aus Büchern zu lesen, die 1933 durch die Nazis ein Opfer der Flammen wurden. Die Initiative „Bücher aus dem Feuer” ist an keinen Ort gebunden. Sie kann auf öffentlichen Plätzen und in jeder lokalen Institution, bevorzugt natürlich in Bibliotheken, stattfinden.

Die Bücherverbrennung 1933 in Deutschland (Wikipedia)

Liste der verbrannten Bücher (Wikipedia)

www.verbrannte-buecher.de

Aktion "Bücher aus dem Feuer"

Link zur ausführlichen Gedenkrede im Bundestag (2013, 80. Jahrestag)

Broschüre von BBV/bvv zur Bücherverbrennung mit Textbeispielen, Veranstaltungsformaten, Literaturliste (2020, PDF)

Tag der Bibliotheken: 24. Oktober

Alljährlich rückt der „Tag der Bibliotheken” am 24. Oktober diese Einrichtungen in Deutschland ins Licht und macht auf deren vielfältige Angebote neugierig. Der „Tag der Bibliotheken” wurde 1995 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten von der deutschen Literaturkonferenz ausgerufen. Er erinnert an die von Karl Benjamin Preusker (1786-1871) am 24. Oktober 1828 in Großenhain (Sachsen) eingerichtete Schulbibliothek für Lehrer und Schüler, die 1832 nach Preuskers Plan zur ersten deutschen Bürgerbibliothek (Stadtbibliothek) erweitert wurde und unentgeltlich von allen Bürgern benutzt werden konnte.

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. verleiht außerdem an diesem Datum den Preis „Bibliothek des Jahres“.

Der Bundesweite Vorlesetag: dritter Freitag im November

Der Bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Dieser Aktionstag findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt.

Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Das Konzept ist ganz einfach: Autor*innen, Journalist*innen, Schauspieler*innen, Prominente, Schüler*innen, Vorlesepaten, Bibliotheksmitarbeitende und alle, die Spaß daran haben, lesen an diesem Tag aus Kinderbuchklassikern, Lieblingsbüchern oder aktuellen Neuerscheinungen vor.

Bei der Frage, wie die eigene Vorleseaktion gestaltet wird, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – solange die Freude am gemeinsamen Erleben im Vordergrund steht. Auch „Freunde und Helfer der Stadt” wie Feuerwehr und Förster können das Programm bereichern.

Viele Aktionen finden idealerweise in Bibliotheken, falls dies nicht möglich ist, in Schulen oder Kindergärten statt. Aber auch ungewöhnliche Vorleseorte sind beliebt: Vom Tierpark, Museum, Bauernhof, Kino, Planetarium, bis hin zu Guerilla-Lesungen (unangemeldete Aktionen im öffentlichen Raum) ist alles möglich.

 

Die Initiative wird über die Website www.vorlesetag.de koordiniert, die konkrete Durchführung übernehmen die Veranstalter*innen und Vorleser*innen vor Ort selbst.

Werbematerial (Plakate, Postkarten, Logo), Vorlagen, Tipps, Vorleseempfehlungen und mehr zum Download sind jeweils rechtzeitig vor Aktionsbeginn auf der Website zu finden.

www.vorlesetag.de
Rechtliche Hinweise

Weitere Aktionstage

Gedenk- und Aktionstage eignen sich hervorragend für Medienpräsentationen, Veranstaltungen und Kommunikation über Social-Media-Kanäle:
geboren.am/jubilaeen
www.kleiner-kalender.de
Internationale Tage und Jahre der UNESCO

Eine für Bibliotheken geeignete Auswahl finden Sie in unserem Jahresplaner

 

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