Überblick

Zukunftssicherheit und Erfolg basieren auf einem durchdachten Fundament und auf realen und nachprüfbaren Fakten. Die Bibliothek bekommt durch die Vorlage eines Konzeptes einen höheren Stellenwert in der Kommune, die Leiter*innen und Mitarbeiter*innen der Bibliotheken werden als professionelle Partner*innen wahrgenommen. Konzeptionelles Arbeiten stärkt das Selbstbewusstsein von innen heraus und verdeutlicht die Bedeutung der Arbeit im Rahmen der örtlichen Bildungs- und Kulturarbeit.  Mittels eines Konzeptes können notwendige finanzielle und personelle Ressourcen überzeugender gefordert werden, wenn z. B. die Förderung von Lese- und Informationskompetenz als wichtiger bildungspolitischer Beitrag seitens der Bibliothek ins Spiel gebracht wird.

Faktoren wie Bevölkerungsstruktur, Pendlersituation oder mögliche Kooperationspartner vor Ort müssen analysiert werden. Anhand der tatsächlichen Fakten können dann Antworten gefunden werden auf Fragen wie:

  • Passt unsere bisherige Zielgruppenarbeit bezüglich Bestand und Veranstaltungen zu unserer Bevölkerungsstruktur?
  • Müssen wir diese Arbeit überdenken?
  • Müssen wir Aufgaben über Bord werfen, die uns als Team Freude bereiten, die jedoch unseren Zielen nicht dienen?
  • Welche Veranstaltungen möchten wir anbieten, die zu den Zielen, den definierten Zielgruppen passen?
  • Passen unsere Öffnungszeiten zu den Zielgruppen?
  • Wird ausreichend Lobbyarbeit betrieben?
  • Sind die passenden Kommunikationskanäle zu den Entscheidungsträgern installiert?
  • Welches sind mögliche, in das Profil passende Kooperationspartner*innen?
  • Welche Arbeiten können nach außen gegeben werden?

Konzeptionelles Arbeiten erfordert, sich bewusst Zeit zu nehmen, um die Lage vor Ort zu analysieren, Schlussfolgerungen zu ziehen und daraus eine Vision für die kommenden Jahre abzuleiten. Ein Goethe-Zitat ist auf konzeptionelles und strategisches Wirken übertragbar:

„Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.”
(J. W. von Goethe, Dichtung und Wahrheit IX)

Ist eine Idee geboren, können auch die Wege festgelegt werden, die gegangen werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Es können die notwendigen finanziellen, personellen und strukturellen Ressourcen eingeplant werden. Fundierte Bibliothekskonzepte geben dem Team eine Richtung vor und erleichtern die Argumentation nach außen.

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