Bibliotheksservice

Mobiler Bücherdienst

Mobiler Bücherdienst der Stadtbücherei Würzburg

Bücher auf Rädern - MEB-Mobil bringt älteren, nicht mehr so mobilen Menschen Lesestoff
Ein Angebot des Malteser Hilfsdienstes und der Europabücherei Passau (Video auf Yotube)

Mobiler Bücherdienst

Alte Menschen, die es gar nicht mehr schaffen, selbst in die Bibliothek zu kommen, sind sehr dankbar für das Angebot eines mobilen Bücherdienstes. D.h. im regelmäßigen Turnus suchen meist ehrenamtliche Helfer*innen gehbehinderte Menschen zuhause auf oder kommen zu ihnen ins Seniorenheim.

Bei diesen Besuchen sind neben geeigneten Medien (Großschrift, Hörmedien, biografienahe Themen) Gespräche mit den alten Menschen besonders wichtig.

Bei Betagten, die nicht mehr selber lesen und die Inhalte kognitiv verarbeiten können, wie z.B. bei Demenzkranken, ist eine entsprechende Vermittlung nötig: Vorlesen und ein kreatives Begleitprogramm durch geschulte Kräfte können die alten Menschen aus der Reserve locken und Freude in deren Alltag bringen.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sollten sich allerdings bewusst sein, dass diese Arbeit emotional belastend sein kann und bei Bedarf institutionelle Begleitangebote in Anspruch nehmen (Freiwilligenbörse, Seniorenservice etc.

Manchmal übernimmt auch ein lokaler Bibliotheksförderverein mit seinen Ehrenamtlichen solche zusätzlichen Aufgaben (wie z.B. in Bad Aibling).

Einzelne Bibliotheken, wie in Gräfelfing, haben sogar eine kleine Bibliotheks-Zweigstelle in einem Seniorenheim eingerichtet, um den Bewohner*innen vor Ort Lesestoff aushändigen zu können.

Vor-Ort-Service in der Bibliothek

Mit zunehmendem Alter und bei Behinderung wird der Service der Bibliothek für ältere Menschen wichtiger. Dieser fängt bei leichten Alterserscheinungen an, wenn z.B. das Sehen in der Nähe beschwerlich wird. Da das Bibliothekspersonal natürlich nicht genug Zeit hat, um jedem, der seine Brille vergessen hat, die Buchbeschreibung vorzulesen, hat es sich bewährt, an der Theke ein kleines Sortiment an Lesebrillen für den Vor-Ort-Gebrauch auszulegen (z.B. BIZ Haßfurt, Stadtbibliothek Ochsenfurt). Im Idealfall sponsert ein lokaler Optiker das Angebot, so dass keine Kosten entstehen.

Wenn Menschen im hohen Alter noch mobil genug sind, um die Bibliothek aufzusuchen, so sollten sie dort mit besonderer Aufmerksamkeit bedient werden. Dazu zählen eine nette Begrüßung und zuvorkommende Hilfe bei der Auswahl der Medien. Sehr angenehm ist es für die Senior*innen, wenn jemand vom Bibliotheksteam deren Interessen kennt und in etwa weiß, welche Bücher sie schon gelesen haben.

Für diejenigen, die sich auch im Alter noch gerne selbst in der Bibliothek zurechtfinden, sollten speziell auf die Zielgruppe abgestimmte Führungen angeboten werden.

Im Hinblick auf Menschen, die nur noch eingeschränkt gehfähig sind, gibt es vereinzelt Beispiele, dass ein Rollator bereitsteht, wie z.B. in der Stadtbibliothek Göttingen. Wichtig für diese Gruppe der Älteren ist der Faktor Barrierefreiheit.

Besonders hilfreich sind im Eingangsbereich deponierte Tragekörbe für den bequemen Transport der Medien.

Beispiel:
Seniorenbibliothek in Erlangen

Top