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    Deutscher Hörbuchpreis 2014

    30.01.14

    "Nuancen, die nicht geschrieben werden können"

    Die Trophäe 2014
    © WDR

    Laura Maire
    © Christian Hartmann

    Arnold Frank
    © privat

    Reihe "Weltliteratur für Kinder"
    © Hörcompany

    "Orphée Mécanique"
    © belleville

    "Schöne neue Welt"
    © Der Hörverlag

    "Munkel Trogg"
    © Der Audioverlag

    Katharina Thalbach
    © Lutz Edelhoff

    Die Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2014 stehen fest:

    Beste Interpretin
    ist die Schauspielerin und Sprecherin Laura Maire für ihre Lesung des Thrillers "Schattengrund" (Der Hörverlag) von Elisabeth Herrmann. Nach Meinung der Jury ist ihr ein "virtuoses Sprach-Spiel" gelungen, in dem sie alle Rollen glaubhaft verkörpere. Besonders fasziniere die bewundernswerte Sicherheit, mit der die Interpretin "ganz unangestrengt und rätselhaft beiläufig die Tonlagen und Stimmungen wechselt".

    Bester Interpret
    Frank Arnold überzeugte die Juroren mit seiner Lesung des Romans "Landgericht" (Audiobuch) von Ursula Krechel, mit dem die Autorin 2012 den Deutschen Buchpreis gewann. Die Lebensgeschichte des jüdischen Richters Richard Kornitzer, der als heimgekehrter Exilant in der deutschen Nachkriegszeit nicht mehr Fuß fassen kann, gewinne in Frank Arnold einen "sprachlich-markanten Anwalt". Er lasse den Hörer mit den Worten nicht allein, lobt die Jury, und erweitere den Text um "Nuancen, die nicht geschrieben werden können".

    Bestes Hörspiel
    "Orphée Mécanique" (belleville) setzte sich in dieser Kategorie durch. Autor, Regisseur und Elektromusiker Felix Kubin bekomme den Preis für seine futuristische Neufassung des antiken Orpheus-Mythos, in der die Jury eine "großartige Parabel auf unser mediales Zeitalter" sieht. Mit seinem "akustischen Kunstwerk" schaffe Kubin ein "suggestives, traumwandlerisches Hör-Erlebnis" und eröffne neue Wege.

    Das besondere Hörbuch
    In der Kategorie wird in diesem Jahr die Beste Science-Fiction prämiert. Die von Frank Schätzing prominent unterstützte Jury votierte für Aldous Huxleys neu übersetzten Klassiker "Schöne neue Welt" (Der Hörverlag), gelesen von Matthias Brandt. Der Interpret enttarne die von Huxley geschilderten Methoden der Normierung und Ausrottung mit einem "rhythmisch prägnanten und stimmlich vielseitigen" Vortrag und profiliere sich "als Fürsprecher bedrohter Individualität".

    Bestes Sachhörbuch
    Den Preis können Autor Maximilian Schönherr und Regisseur Nikolai von Koslowski für ihr Feature "Fallbeil für Gänseblümchen. Der Spionageprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz im Originalton" (Verlag Christoph Merian) einheimsen. Der bewusst sparsam kommentierte Zusammenschnitt von Originaltonaufnahmen der Staatssicherheit veranschauliche die "schamlose, ideologiekonforme Art der Prozessführung" ebenso wie die Persönlichkeit und Psyche des angeklagten Liebespaares. In den Ohren der Jury "ein eindrucksvolles Zeitdokument, spannend und außerordentlich erschütternd".

    Beste verlegerische Leistung
    Den Preis erhält die Hörcompany für ihre Reihe "Weltliteratur für Kinder". Sie mache jugendliche Hörer neugierig auf klassische Literatur: Mit einer altersgerechten Nacherzählung des jeweiligen Stückes, gefolgt von einer szenischen Lesung aus dem Urtext und ergänzt durch ein aufwändig gestaltetes Booklet. Die verdienstvolle Reihe, so die Jury, biete ein "fesselndes Hörvergnügen für Kinder − und für Erwachsene ebenso!"

    Bestes Kinderhörbuch
    In dieser Kategorie wird "Munkel Trogg - Der kleinste Riese der Welt" von Janet Foxley (Der Audio Verlag) ausgezeichnet. Die ZEIT LEO-Kinderjury meint dazu: … Boris Aljinovic ist ein toller Sprecher. Er gibt allen Personen ihre eigene Stimme, gestaltet damit die Szenen und lässt die Geschichte lebendig werden. Es macht einfach Spaß, zuzuhören. Ein Hörbuch für die ganze Familie.

    Sonderpreis
    Eine weitere Preisträgerin steht bereits seit November 2013 fest: Katharina Thalbach wird mit dem Sonderpreis für ihr Lebenswerk als Sprecherin geehrt.


    Die Preisverleihung, moderiert von Katty Salié und Max Moor, findet am 12. März 2014 im WDR Funkhaus in Köln statt und eröffnet wie in den Vorjahren das internationale Literaturfest lit.COLOGNE. Fünf Rundfunksender übertragen die Veranstaltung live: WDR 5, hr2-kultur, NDR Kultur, Antenne Saar und Bayern 2 plus. Das WDR Fernsehen zeigt die Verleihung am 13. März 2014 ab 23.15 Uhr.

    Hintergrund
    Der Preis wird vom Verein Deutscher Hörbuchpreis vergeben. Seine Träger sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Wochenzeitung "Die ZEIT", die lit.COLOGNE, der Hessische Rundfunk, der Norddeutsche Rundfunk, Studio Hamburg, der Westdeutsche Rundfunk und die WDR mediagroup.

    Weitere Informationen:
    www.deutscher-hoerbuchpreis.de

    Quelle:www.boersenblatt.net/690841


    Von: © börsenblatt.net

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