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    Elektronische Medien im Verbund

    02.02.15

    eMedienBayern – von Adlkofen bis Zeil am Main

    Bayerns „kleine Bibliotheken“ holen digital auf und bieten ihren Kunden elektronische Medien an: Am 2. Februar 2015 gehen mit eMedienBayern 85 Bibliotheken aus allen sieben Regierungsbezirken Bayerns in einem landesweiten Verbund an den Start. Unter www.emedienbayern.de steht ein jederzeit über das Internet zugängliches Informations- und Unterhaltungsangebot für die Bibliothekskunden zur Verfügung, unabhängig von Wohnort und von Öffnungszeiten. Zunächst sind circa 6.000 Titel im Angebot, die die Leser der beteiligten Bibliotheken auf Tablets, E-Reader, Smartphones und PC herunterladen können. Insgesamt haben die beteiligten Bibliotheken 85.000 Euro in den Medien-Erstbestand des Verbundes investiert, die Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen hat das Projekt mit Fördermitteln unterstützt.

    In Bayern bestehen derzeit 15 E-Medienverbünde, an denen in der Regel fachlich geleitete mittlere und größere Bibliotheken teilnehmen. Doch auch kleinere Bibliotheken mit nicht-fachlicher Leitung bekommen die Nachfrage ihrer Kunden nach E-Medien deutlich zu spüren. Ihnen fehlen jedoch meistens die erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen. So initiierte die Staatliche Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen einen bayernweiten Verbund für Bibliotheken in Orten bis zu 10.000 Einwohnern. Ziel war, diesen Bibliotheken eine schlüsselfertige Lösung zu bieten, um mit einem geringen  Aufwand in die Welt der E-Medien-Ausleihe einsteigen zu können. Die Koordination des Verbundes, die Bestellung der Lizenzen, die Kostenkontrolle und Statistik werden zur Entlastung der teilnehmenden Bibliotheken extern durch die Firma BibliotheksConsulting aus Frankfurt am Main und der divibib GmbH aus Reutlingen übernommen.

    Die Bibliotheken im Verbund eMedienBayern praktizieren mit ihrem neuen Angebot Bürgerservice. Sie tun dies, indem sie neue Zielgruppen ansprechen, die öffentliche Bibliotheken weniger häufig nutzen, z. B. Berufstätige, Jugendliche und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Mit der Gründung des bayernweiten E-Medienverbundes können aktuell insgesamt über 300 Bibliotheken in Bayern ihren Benutzern digitale Medien anbieten. Damit ist eine weitgehend flächendeckende Versorgung mit E-Medien gegeben. Es ist anzunehmen, dass die Anzahl der Nutzer, die sich neben einem spannenden Buch auch ein aktuelles E-Book aus ihrer Bibliothek ausleihen möchten, in Zukunft weiter steigen wird.

    Weitere Informationen:
    Bibliotheksverbünde auf OeBiB.de


    Von: Ute Palmer

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