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    Deutscher Hörbuchpreis 2017

    08.02.17

    Bibiana Beglau, Ulrich Noethen und Joachim Meyerhoff unter den Preisträgern

    © Dt. Hörbuchpreis

    © der Hörverlag

    © Hörbuch Hamburg Verlag

    © belleville Verlag Michael Farin / Bayerischer Rundfunk

    © der Hörverlag / Hessischer Rundfunk

    © Random House Audio

    © cbj audio

    Die Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2017 ist der Titel Bibiana Beglau als "Beste Interpretin" und Ulrich Noethen als "Bester Interpret", "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" als "Bestes Hörspiel", Hans Sarkowicz für "Geheime Sender. Der Rundfunk im Widerstand gegen Hitler" in der Kategorie "Bestes Sachhörbuch" sowie Joachim Meyerhoff für "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" als "Beste Unterhaltung".
    Der Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises in der Kategorie "Bestes Kinderhörbuch" ist der Titel "Im Labyrinth der Lügen" von Ute Krause. Den Preis bekommt Stefan Kaminski als Interpret der Lesung.

    Bibiana Beglau erhält den Preis als Beste Interpretin für ihre über achtzehnstündige Lesung des Romans "Die Unglückseligen" von Thea Dorn. Aus einem "anspruchsvollen Schreibkunstwerk" mache die leidenschaftliche Schauspielerin mit ungeahnter Leichtigkeit und großer stimmlicher Bandbreite ein "mitreißendes Sprechkunstwerk", urteilt die neunköpfige Preisträgerjury tief beeindruckt.

    Als Bester Interpret wird Ulrich Noethen für die Lesung von Friedrich Anis Roman "Nackter Mann, der brennt" ausgezeichnet. "Große Kunst" bescheinigt die Jury dem bekannten Schauspieler. Er profiliere den komplexen Charakter des Protagonisten so präzise, dass dieser dem Hörer näherkomme, als ihm lieb ist. Die verstörende Geschichte eines Missbrauchsopfers, das selbst zum Täter wird, bewirke dadurch "ein Gruseln über den Text hinaus".

    Regisseur Leonhard Koppelmann und Autor Frank Witzel teilen sich den Preis in der Kategorie Bestes Hörspiel. Auf Grundlage des Romans "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969", für den Frank Witzel 2015 den Deutschen Buchpreis gewann, haben die beiden Preisträger mit der Hörspielfassung "ein eigenständiges Kunstwerk" erschaffen, zu dem der Autor selbst die Musik komponierte. "Hier stimmt einfach jedes Detail", stellen die Juroren anerkennend fest.

    Den Preis für das Beste Sachhörbuch gewinnt HR-Redakteur Hans Sarkowicz für "Geheime Sender. Der Rundfunk im Widerstand gegen Hitler". Dank jahrzehntelanger Archiv-Recherchen ist Sarkowicz "eine einzigartige Dokumentation der historischen Rundfunkquellen" gelungen. Sein mit zahlreichen Originaltönen ausgestattetes Feature belege eindrucksvoll, dass "Rundfunkgeschichte als Paradigma der Zeitgeschichte" zu verstehen sei, heißt es in der Begründung der Jury.

    In der Kategorie Beste Unterhaltung setzte sich der Theaterschauspieler Joachim Meyerhoff gegen seine Mitnominierten durch. Die als Live-Mitschnitt veröffentlichte Lesung seines dritten autobiografischen Romans "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" sei zugleich "irrsinnig komisch" und "zu Tränen rührend tragisch", empfindet die Jury, und sie würdigt Meyerhoffs "überaus unterhaltsamen Vortrag" als "Plädoyer für die große Geste".

    Der diesjährige Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises in der Kategorie Bestes Kinderhörbuch ist der Titel "Im Labyrinth der Lügen" von Ute Krause. Den Preis erhält Stefan Kaminski als Interpret der Lesung. Das Hörbuch ist bei cbj audio erschienen.

    Traditionell wählt eine Kinderjury den Preisträger der Kategorie Bestes Kinderhörbuch. Für den Deutschen Hörbuchpreis 2017 wurde die Kinderjury vom Jungen Literaturhaus Bonn und der Stadtbibliothek Bonn ausgewählt. Die drei Mädchen und zwei Jungen haben zum gesprochenen Wort eine besonders enge Beziehung, denn sie sind selbst begeisterte Vorleser. Alle haben in der Vergangenheit an Vorlesecoachings des Literaturhauses und der Stadtbibliothek sowie an Vorlesewettbewerben teilgenommen und sind sehr fachkundige Zuhörer.

    Der Preisträgertitel basiert auf dem gleichnamigen Buch von Ute Krause und spielt in den 1980er-Jahren in Ost-Berlin. Die Umsetzung des Buches als Lesung überzeugte die Kinderjury, da Stefan Kaminski "mit seiner Stimme jede Person so lebendig und glaubhaft gestaltet, dass man sie vor sich sieht". 

    Wie in den beiden Vorjahren moderiert Götz Alsmann die festliche Preisverleihung. Gastgeber am 7. März 2017 ist der Westdeutsche Rundfunk im Kölner Funkhaus am Wallrafplatz. Traditionell ist die Preisverleihung die Auftaktveranstaltung des internationalen Kölner Literaturfestes lit.COLOGNE.

    Die Veranstaltung wird ab 20.05 Uhr live auf WDR 5 und den weiteren Kulturradios hr2-kultur, NDR Kultur, SWR2 und Antenne Saar sowie im Internet und als Audio- und Videostream auf wdr5.de übertragen.

    Gemeinsam mit dem Deutschen Hörbuchpreis werden zwei Partnerauszeichnungen verliehen:

    Hörbuch des Jahres 2016 der hr2-Hörbuchbestenliste ist das Hörspiel "Manhattan Transfer" nach dem Roman von John Dos Passos in der Regie von Leonhard Koppelmann und Hermann Kretzschmar.

    Für den Publikumspreis HörKules der "Buchwerbung der Neun" kann unter www.hoerkules.de noch bis zum 10. Februar abgestimmt werden.

    Weitere Informationen:
    Deutscher Hörbuchpreis 2017
    Bestes Kinderhörbuch
    Nominierungen Deutscher Hörbuchpreis 2017
    hr2-Hörbuchbestenliste

    Deutscher Hörbuchpreis 2016 auf OeBiB.de


    Von: Pressemitteilungen Deutscher Hörbuchpreis (DHP)/Gabriele Fliegerbauer

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    Bestandsaufbau
    Literatur- und Medienpreise

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