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    Bayerischer Buchpreis 2017

    08.11.17

    Ausgezeichnet: Franzobel, Reckwitz, Ungerer


    Bayerischer Buchpreis 2017:
    Michael Then, Knut Cordsen, Tomi Ungerer (Ehrenpreis ...), Franzobel (Sieger Roman), Andreas Reckwitz (Sieger Sachbuch), Thea Dorn, Svenja Flaßpöhler, Ilse Aigner

    Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für Tomi Ungerer
    Fotos: (c) Julia Müller

    Am 7. November 2017 wurden in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz in öffentlicher Jurysitzung live die diesjährigen Gewinner des Bayerischen Buchpreises ermittelt. Je 10 000 Euro und eine Löwen-Figur aus Nymphenburger Porzellan erhielten der Österreicher Franzobel in der Kategorie Roman und Andreas Reckwitz in der Kategorie Sachbuch. Der Elsässer Tomi Ungerer wurde für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet.

    Der Roman "Das Floß der Medusa" (Zsolnay) des populären Schriftstellers Franzobel (*1967) schildert eine der größten Schiffskastrophen des 19. Jahrhunderts und geht der Bedeutung von Moral und Zivilisation in extremen (Über-)Lebenssituationen nach. Andreas Reckwitz (*1970), Professor für Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, untersucht in "Die Gesellschaft der Singularitäten" (Suhrkamp) den Prozess der Singularisierung spätmoderner Gesellschaften in Arbeitswelt, Ökonomie, Lebensstilen, Politik und digitaler Technologie. In der Begründung der dreiköpfigen unabhängigen Fachjury hieß es: "Franzobel wagt in seinem Roman die radikale Grenzüberschreitung, sprachlich, erzählerisch, inhaltlich. 'Das Floß der Medusa' konfrontiert uns virtuos mit unseren eigenen Abgründen. Andreas Reckwitz liefert uns einen wertvollen, originellen Schlüssel für das Verständnis unserer spätmodernen Existenz. Seit langem war Soziologie nicht mehr so aufregend."

    Ilse Aigner, stellvertretende Ministerpräsidentin und Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, überreichte den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für ein überragendes Lebenswerk an Tomi Ungerer (85). Der geniale Uhrmacher-Sohn genießt als Zeichner, Maler, lllustrator, Kinderbuchautor und Werbegrafiker internationales Ansehen und lebt in seiner Heimatstadt Straßburg, die ihn schon 2007 mit einem eigenen Museum ehrte, und im Südwesten Irlands. "Tomi Ungerer hat uns mit kindlichem, aber nie naivem Witz und in vielerlei Gestalten seine Botschaft der Offenheit und Toleranz nähergebracht. Er ist ein Kartograph der unterschiedlichsten Lebenswelten unserer westlichen Kultur", so die Ministerin.

    Der Bayerische Buchpreis, seit 2014 vergeben, wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels / Landesverband Bayern e.V. veranstaltet und u.a. vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert. Als Medienpartner fungieren der Bayerische Rundfunk und DIE ZEIT.

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    Von: Uli Gäßlein

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