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    Deutscher Krimi-Preis 2018

    17.01.18

    Die Sieger stehen fest

    Foto: Pixabay

    Der erste Literatur-Preis des Jahres wurde vergeben.

    Die Preisträger in der Kategorie national:

    1. Platz: Oliver Bottini: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens (DuMont)

    Im Banat/Rumänien wird eine junge Deutsche erstochen aufgefunden, Tochter eines Landwirtschaftsbetriebsbesitzers. Die Spur führt nach Mecklenburg. Die Geschichte erzählt von der „Wirklichkeit der Globalisierung, vom Landraub der Agrarkonzerne und ihren verheerenden Wirkungen auf Mensch und Land", so Jurymitglied Tobias Gohlis (Die Zeit).

    2. Platz: Monika Geier: Alles so hell da vorn (Ariadne bei Argument)

    In einem Frankfurter Bordell wird ein Polizist mit der eigenen Dienstwaffe erschossen. Die Ludwigshafener Halbtagsermittlerin Bettina Boll übernimmt den Fall…Jurorin Kirsten Reimers (Literaturkritikerin) bescheinigt der Kommissarin, ihre scheinbare Naivität sei "das Ergebnis blitzschneller Kombination von Gesehenem und Gehörtem, unkonventionellem Denken und dem analytischen Rückgriff auf Erfahrungen. Darin – und nur darin ähnelt Monika Geier ihrem Vorbild Agatha Christie".

    3. Platz: Andreas Pflüger: Niemals (Suhrkamp)

    Die nach einem Kopfschuss bei einem Einsatz erblindete Polizistin Jenny Aaron gehört zu einer internationalen Sondereinheit, der „Bad Bank der deutschen Polizei", genannt „Die Abteilung".
    „Plot und Dialoge funkeln, die Sprache ist straff wie Klavierdraht. Ganz im Sinne Elmore Leonards sind alle überflüssigen Worte gestrichen", attestiert Juror Alf Mayer (Literaturkritiker CrimeMag) dem Roman.


    Die Preisträger in der Kategorie international:

    1. Platz: John Le Carré: Das Vermächtnis der Spione (Ullstein)

    Im Jahre 1961 sterben an der Berliner Mauer zwei britische Top-Spione. Jetzt drohen die Kinder der Spione, die britische Regierung zu verklagen…
    Thomas Wörtche (Literaturkritiker) bescheinigt dem Altmeister des Spionage-Romans eine „Virtuosität, mit dem jeder Satz drei- und vierfach codiert ist. Sprache als Desinformation, aber ungemein kommunikativ. Das ist der Punkt, der brandaktuell ist."

    2. Platz: Viet Thanh Nguyen. Der Sympathisant (Blessing)

    Die Geschichte eines Mannes, der im Vietnamkrieg als Adjutant des (mit den USA verbündeten) Südens für den „Vietkong", den kommunistischen Norden Vietnams spioniert. Nach dem Rückzug der Amerikaner flieht er in die USA, wo er vietnamesische Exilanten beschatten soll…
    Laut Juror Ulrich Noller (NDR) „ein autobiografisch geprägter Blick aufs Gelobte Land der Vereinigten Staaten aus der Perspektive eines vietnamesischen Einwanderers" von großer stilistischer Qualität.

    3. Platz: Jérôme Leroy: Der Block (Edition Nautilus)

    Frankreich ist erschüttert von tobenden Aufständen, 752 Tote hat es schon gegeben. Der rechte „Bloc Patriotique" steht kurz vor der Machtübernahme…
    Juror Günther Grosser (Berliner Zeitung) sieht diesen intensiven Roman „in der Tradition des sogenannten Neo-Polar, jener französischen Variante des Kriminalromans, die sich als zeitgenössische Form sozialer Literatur mit linker Prägung versteht".

    Der Deutsche Krimi Preis wird als ältester deutscher Krimipreis seit 1985 vergeben für Romane, die „inhaltlich originell und literarisch gekonnt dem Genre neue Impulse verleihen". Er ist undotiert und wird nicht öffentlich vergeben, sondern jedes Jahr im Januar der Öffentlichkeit bekannt gemacht.

    Weitere Informationen:
    Der Deutsche Krimi Preis


    Von: Uli Gäßlein

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