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    Meldungen

    Preis der Leipziger Buchmesse 2018

    20.03.18

    Esther Kinsky, Karl Schlögel, Sabine Stöhr und Juri Durkot - Die diesjährigen Gewinner stehen fest

    Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2018: Esther Kinsky (Kategorie Belletristik), Karl Schlögel (Kategorie Sachbuch/Essayistik), Sabine Stöhr und Juri Durkot (Kategorie Übersetzung)
    Foto: Leipziger Messe / Stefan Hoyer

    Große Freude bei Esther Kinsky, Karl Schlögel sowie dem Übersetzerduo Sabine Stöhr und Juri Durkot. Die Autoren bzw. Übersetzer erhielten am 15. März den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke wählte aus insgesamt 403 Einreichungen die diesjährigen Preisträger aus.


    Kategorie Belletristik

    Esther Kinsky
    Hain: Geländeroman
    Suhrkamp

    Zur Begründung:
    Was für ein stilles, kaum bewegtes, menschenarmes Buch. Seine Farben mangels ausreichender Sättigung vorwiegend im Graubereich … Man wird der unspektakulären Melodie dieses Buches und der rhythmischen Präzision seiner Sätze nur gerecht, wenn man es langsam liest: mit einer Geduld, die nichts erwartet, und gerade deshalb mit einem Staunen über die Fülle seiner Einzelheiten belohnt wird ...

    Die Autorin:
    Esther Kinsky, 1956 in Engelskirchen geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Für ihr umfangreiches Werk, das Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen ebenso umfasst wie Lyrik, Essays und Erzählprosa, wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der SWR-Bestenliste 2015 für ihren Roman Am Fluss (Matthes & Seitz, 2014) und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis 2016.


    Kategorie Sachbuch/Essayistik

    Karl Schloegel
    Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt
    Edition der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, C. H. Beck

    Zur Begründung:
    Karl Schlögels Buch "Das sowjetische Jahrhundert" ist meisterhaft erzählte und zugleich denkbar originelle Geschichtsschreibung. Denn seine Vergegenwärtigung dieses seltsamen Gebildes namens Sowjetunion ist keine lineare Erzählung, vom Anfang 1917 bis zum Ende 1991. Sondern es ist ein Streifzug mit Panoramablick, Summe jahrzehntelanger Beschäftigung …

    Der Autor:
    Karl Schlögel, 1948 geboren, lehrte bis zu seiner Emeritierung Osteuropäische Geschichte, zuerst an der Universität Konstanz, seit 1995 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Er ist Autor zahlreicher Bücher zur sowjetischen und osteuropäischen Geschichte. 2016 erhielt er für sein Buch Terror und Traum. Moskau 1937 (Hanser, 2008) den Preis des Historischen Kollegs.


    Kategorie Übersetzung

    Sabine Stöhr und Juri Durkot
    Internat
    Suhrkamp

    Zur Begründung:
    … der von Sabine Stöhr und Juri Durkot so prägnant und packend aus dem Ukrainischen übersetzte und im Deutschen einfühlsam ausgelotete Roman "Internat" erzählt von einem fast vergessenen Krieg. Dem Krieg im äußersten Osten der Ukraine. Dass Zhadans großartiger Roman auch in der Übersetzung eine enorme Wucht entwickelt, liegt nicht nur am Sujet und der eigentümlichen, hyperwachen Stimmung, sondern auch an den kaskadenartigen Satzketten, die im Deutschen einen drängenden Erzählrhythmus erzeugen, und an der Sprache ... Lebendiger als in diesem Roman kann man vom Krieg nicht erzählen, lebendiger kann eine Übersetzung nicht sein.

    Die Autorin/ Der Autor:
    Die Übersetzerin Sabine Stöhr, Jahrgang 1968, und der Übersetzer, Publizist, Journalist und Produzent Juri Durkot, 1965 in Lwiw (Ukraine) geboren, übertrugen gemeinsam mehrere Werke von Serhij Zhadan ins Deutsche. Zusammen mit dem ukrainischen Autor erhielten sie 2014 den "Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis" für den Roman "Die Erfindung des Jazz im Donbass".


    Über den Preis der Leipziger Buchmesse:
    Der mit insgesamt 60 000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin.

    Weitere Informationen:
    Website zum Preis der Leipziger Buchmesse
    Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018
    Preisträger des Vorjahres (OeBiB.de)


    Von: PM Leipziger Buchmesse vom 15.3.2018 / gekürzt

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