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    Deutscher Buchpreis 2018

    09.10.18

    Die Berlinerin Inger-Maria Mahlke wird für ihren Roman "Archipel" ausgezeichnet

    Gewinnerin des Deutschen Buchpreises Inger-Maria Mahlke
    Foto: (c) Sascha Erdmann

    Im Frankfurter Römer hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. vor 300 Gästen zum 14. Mal den Deutschen Buchpreis verliehen. Seit fünf Jahren wird erstmals wieder eine Frau für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres ausgezeichnet. Die Berlinerin Inger-Maria Mahlke (*1977) erhält die Ehrung für "Archipel", eine auf der Ferieninsel Teneriffa angesiedelte Geschichte, die 2018 beim Rowohlt Verlag erschienen ist.

    "… Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert. Inger-Maria Mahlke erzählt auf genaue und stimmige Weise von der Gegenwart bis zurück ins Jahr 1919. Im Zentrum stehen drei Familien aus unterschiedlichen sozialen Klassen, in denen die Geschichte Spaniens Brüche und Wunden hinterlässt. Vor allem aber sind es die schillernden Details, die diesen Roman zu einem eindrücklichen Ereignis machen …", so lautet die Begründung der Jury.

    Mahlke wuchs in Lübeck und Teneriffa auf und studierte an der FU Berlin Rechtswissenschaften. Sie arbeitete dort am Lehrstuhl für Kriminologie, bevor sie diese Tätigkeit aufgab, um sich hauptsächlich dem Schreiben zu widmen. 2005 nahm sie an einer Werkstatt für Nachwuchsautoren mit der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller teil.

    2010 erschien ihr sehr anerkanntes Debüt "Silberfischchen" (Berlin, Aufbau Verlag). Mit dem historischen Roman "Wie ihr wollt" war sie schon 2015 in der Shortlist für den Buchpreis vertreten. Für ihr schriftstellerisches Werk bekam sie bereits verschiedene Auszeichnungen. "Archipel" ist ihr inzwischen vierter Roman.  

    Sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 199 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 erschienen sind. Daraus wurden eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt und schließlich sechs Titel für die Shortlist gewählt:

    • María Cecilia Barbetta, Nachtleuchten (S. Fischer)
    • Maxim Biller, Sechs Koffer (Kiepenheuer & Witsch)
    • Nino Haratischwili, Die Katze und der General (Frankfurter Verlagsanstalt) 
    • Susanne Röckel, Der Vogelgott (Jung und Jung) 
    • Stephan Thome, Gott der Barbaren (Suhrkamp)

    Den Deutschen Buchpreis 2018 verleiht die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse. Die Preisträgerin erhält 25 000 Euro; die fünf Finalisten bekommen jeweils 2 500 Euro.

    Im letzten Jahr war Robert Menasse mit "die Hauptstadt" der Gewinner des Deutschen Buchpreises.

    Weitere Informationen:
    www.deutscher-buchpreis.de
    Inger-Maria Mahlke auf Wikipedia


    Von: Material DBP / Sabine Teigelkämper

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