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    Bayerischer Buchpreis 2018

    07.11.18

    Die Gewinner live gekürt und ein Ehrenpreisträger gewürdigt


    Bayerischer Buchpreis 2018: Wolfram Eilenberger und Lucy Fricke
    © Stefan Loeber

    Am 6. November hat die Jury des Bayerischen Buchpreises in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz live über das beste Sachbuch und den besten Roman des Jahres 2018 entschieden.

    Der Bayerische Buchpreis 2018 geht an Lucy Fricke für ihren Roman "Töchter" (Rowohlt Verlag) und an Wolfram Eilenberger für sein Sachbuch "Zeit der Zauberer" (Klett-Cotta). 
    Lucy Fricke schreibt in ihrem Roman über die Reise zweier Freundinnen im Alter um die 40, die sich auf einen Roadtrip durch Europa begeben und versuchen, ihre familiären Verhältnisse zu klären.
    Wolfram Eilenberger blickt in seinem Bestseller zurück auf die Jahre 1919 bis 1929, eine Epoche, die von Philosophen wie Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger geprägt war. In der damaligen Umbruchszeit hätten diese Denker neue Theorien begründet, die bis heute nachwirkten, so Eilenberger.
    Die Jury urteilte: "Wolfram Eilenbergers Buch ist narrative Philosophie auf höchstem Niveau. Lucy Fricke ist ein rasanter, brillant erzählter Roman, ein komisch-melancholischer Abschied von den Vätern gelungen".

    Ausgezeichnet wird jeweils ein Werk eines deutschsprachigen Autors, das im vergangenen Jahr auf dem deutschsprachigen Buchmarkt erschienen ist. Die Auszeichnung ist jeweils mit 10 000 Euro dotiert, die Gewinner erhalten zudem eine Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan in Form eines Löwen.

     

    Die Preisträger werden von einer unabhängigen, dreiköpfigen Fachjury gewählt, welche die Titelvorschläge selbst einbringt.

    Im Finale um den Bayerischen Buchpreis standen

    die Sachbücher:

    • "Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt" von Thomas Bauer (Reclam)
    • "Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 – 1929" von Wolfram Eilenberger (Klett-Cotta)
    • "Opfer. Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne" von Svenja Goltermann (S. Fischer)

    die Romane:

    • "Töchter" von Lucy Fricke (Rowohlt)
    • "Wie ich fälschte, log und Gutes tat" von Thomas Klupp (Berlin Verlag)
    • "Archipel" von Inger-Maria Mahlke (Rowohlt), im Oktober schon mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet

    Vorab, bereits im Oktober, war der Schriftsteller Christoph Ransmayr für den "Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten" ausgewählt worden. Diese Würdigung, die namhaften Autoren vorbehalten ist, erfolgte ebenfalls am 6.11.2018 durch den Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder.

    "Christoph Ransmayr versteht es, uns schreibend die Welt zu erschließen – ohne Hast, mit Blick fürs Große im Kleinen, für das, was über kulturelle Grenzen und verschiedene Zeit- und Sprachräume hinweg verbindet. Seine Bücher (die genannten vom S. Fischer Verlag), wie "Atlas eines ängstlichen Mannes" (2012), "Cox oder der Lauf der Zeit" (2016) und "Der fliegende Berg" (2006) sind voller Abenteuer, Mythen, Exotik und außergewöhnlicher Begebenheiten. Ransmayrs Werk ist spannend und unterhaltsam. Es verbindet historische Tatsachen mit Fiktionen und Schlaglichtern auf die Gegenwart …", so Markus Söder.

    Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren, er studierte von 1972 bis 1978 Philosophie an der Universität Wien und lebt zur Zeit in West Cork, Irland. 

    Den Ehrenpreis erhielten in den vergangenen Jahren Tomi Ungerer (2017), Ruth Klüger (2016), Cornelia Funke (2015) sowie Silvia Bovenschen (2014).

    Der Bayerische Buchpreis, der in dieser Form seit 2014 jährlich vergeben wird, wurde vom Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels initiiert und wird unterstützt von der Bayerischen Staatskanzlei. Medienpartner sind der Bayerische Rundfunk und DIE ZEIT, Förderer sind das PS-Sparen der bayerischen Sparkassen, Media Control und der Verein zur Leseförderung.
    Von 2001 bis 2011 firmierte die Auszeichung unter CORINE – Internationaler Buchpreis.

    Weitere Informationen:
    www.bayerischer-buchpreis.de
    Die Preisträger von 2017 (OeBiB.de)
    Bericht des Bayerischen Rundfunk
    Jury-Diskussion sowie die Preisverleihung in der Mediathek des BR


    Von: www.bayerischer-buchpreis.de / Sabine Teigelkämper

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