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    Aus der Landesfachstelle

    28.11.18

    "Der Ort Bibliothek wird immer eine einzigartige Atmosphäre haben": Ralph Deifel in den Ruhestand verabschiedet

    Foto: Landesfachstelle München

    Ralph Deifel, Leiter der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen, wurde am 30. November 2018 in den Ruhestand verabschiedet. Gut fünf Jahre hat er die Abteilung der Bayerischen Staatsbibliothek geleitet.

    Sein beruflicher Weg war stringent: Er studierte an der damaligen Fachhochschule für das öffentliche Bibliothekswesen in Stuttgart (heute Hochschule der Medien). Nach Studienabschluss begann er 1977 als bibliothekarischer Fachberater in der damaligen Staatlichen Beratungsstelle für öffentliche Büchereien in Würzburg. Später folgte ein vierjähriges Intermezzo im Süden Baden-Württembergs als Leiter der Stadtbibliothek Tuttlingen. Doch es zog den gebürtigen Schwaben wieder nach Bayern zurück: Im Jahre 1984 übernahm er die Leitung der Städtischen Büchereien in Landshut. Es war jedoch die Fachstellenarbeit gewesen, die ihm am Herzen lag. So ging er im Jahre 1985 als Leiter an die Staatliche Beratungsstelle für öffentliche Büchereien nach Würzburg zurück. Durch die Verschmelzung der bayerischen Beratungsstellen zur "Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekwesen" wurde er 1999 neben seiner Funktion als Fachstellenleiter Würzburg auch Stellvertreter des Abteilungsleiters der Abteilung öffentliches Bibliothekswesen in der Bayerischen Staatsbibliothek. Seit dem 1. September 2013 hatte er die Abteilungsleitung inne. In dieser Zeit pendelte er beruflich zwischen München und Würzburg.

    Ralph Deifel sah die Fachstellenarbeit immer in ihrer ganzen Vielschichtigkeit: Er konnte sich sowohl in die Belange der kleineren Bibliotheken als auch in die Anforderungen der größeren Bibliotheken hineindenken. Die Besonderheit des Flächenstaats hatte er dabei stets im Blick, die Bedeutung der Bibliotheken als Begegnungsstätten, lokale Treffpunkte und Orte der Medien jenseits der großen Städte hat er immer wieder hervorgehoben. Gleichzeitig waren ihm die Bibliotheken in den Mittel- und Oberzentren als Impulsgeber, Lernorte und Vorbildfunktion ein Anliegen.

    Sein Blick ging weit über die bayerischen Spezifika hinaus. Dies ist auch, jedoch nicht nur, seiner langjährigen Arbeit in unterschiedlichen regionalen und nationalen Gremien geschuldet. So war er unter anderem Vorsitzender der Fachkonferenz der Staatlichen Büchereistellen in Deutschland, Mitglied der Expertengruppe "Deutsche Bibliotheksstatistik" des Deutschen Bibliotheksinstituts, Vorsitzender der Sektion 6 im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) und Mitglied im Beirat des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. Von 2010 bis 2016 war er Mitglied im Bundesvorstand des dbv und bis zum Ende seiner beruflichen Laufbahn Mitglied im Vorstand des Bayerischen Bibliotheksverbandes e.V. (BBV). Dadurch flossen überregionale Einflüsse in das bayerische Bibliothekswesen ein und umgekehrt.

    In seinem Abschiedsinterview mit Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, nennt er unter anderem die Punkte, die ihm in Bezug auf die öffentlichen Bibliotheken wichtig waren:

    • Der Beitrag der öffentlichen Bibliotheken zur Chancengleichheit und zum lebensbegleitenden Lernen bei jedem Einzelnen
    • Der konsequente Ausbau zielgruppenspezifischer Angebote
    • Die Bedeutung von ästhetisch attraktiven Bibliotheksgebäuden mit hoher Aufenthaltsqualität

    Ihm war nicht nur die praktische Bibliotheksarbeit ein Anliegen. Immer wieder machte er deutlich, wie wichtig die Lobbyarbeit vor Ort, die Kommunikation zum Träger, zur Öffentlichkeit und die Vernetzung mit anderen Institutionen vor Ort und darüber hinaus sind. Auch die Rolle der Bibliothek in der sich verändernden gesellschaftlichen, medialen und politischen Landschaft hob er hervor.

    Seine Prognose für die Zukunft lautet: "Der Ort Bibliothek wird immer eine einzigartige Atmosphäre haben." Dies verstehen die Kolleginnen und Kollegen der Landesfachstelle als Auftrag, das Bibliothekswesen in Bayern weiterhin zu fördern, Impulse zu geben und zu unterstützen. Wir wünschen ihm alles Gute für den lange vorbereiteten Neustart und viele Urlaubsreisen zu bekannten und unbekannten Traumzielen.

    Kop khun kah!

     

     


    Von: Ute Palmer

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