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    Bayerischer Bibliothekstag 2018 in Weiden

    15.01.19

    "Kernorte der Kultur und des kulturellen Erbes: Bibliotheken" - im Zeitalter von Fake News


    Staatsminister Bernd Sibler bei der Eröffnungsrede

    Stephanie Grimm, stv. Leiterin der Hochschulbibliothek Amberg-Weiden (l.), und Sabine Guhl, Regionalbibliothek Weiden (r.), stellten die Services ihrer Bibliotheken vor.
    Fotos: OTH Amberg-Weiden

    Ist das wahr oder kann das weg? In Zeiten von Fake News geht die Wahrheit schon mal zwischen echten und alternativen Fakten verloren. Bibliotheken sind ein Bollwerk gegen manipulierte, vorgetäuschte Informationen und ein Hort für profundes, differenziertes Wissen. Das zeigte der letztjährige 27. Bayerische Bibliothekstag am 19. und 20. September 2018 an der OTH Amberg-Weiden, den rund 200 Teilnehmende besuchten. 

    Die zweitägige Veranstaltung stand unter dem Motto "Kernorte der Kultur und des kulturellen Erbes: Bibliotheken". Dieses Erbe gilt es zu bewahren und zukünftigen Generationen zur Verfügung zu stellen.

    Die Digitalisierung bietet hier neue Möglichkeiten und Perspektiven – das machten die Referierenden im 1. Themenkreis der Veranstaltung deutlich. Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, stellte das  Bavarikon vor – eine digitale Plattform, die es Nutzern erlaubt, die Kultur- und Wissensschätze Bayerns virtuell zu heben. Als interessantes Beispiel für die Digitalisierung in Bibliotheken wurde die digitale Erschließung einer Briefsammlung mittels des Tools Kitodo (Jutta Faust, Anna Roth) vorgestellt.Dr. André Schüller-Zwierlein stellte unter dem Motto "Verantwortung teilen" Kooperationsmodelle in der kulturellen Überlieferung vor. 

    Die Gefahren, die im Internet lauern, erläuterte Volker Kozok, Oberstleutnant, Beauftragter für den Datenschutz in der Bundeswehr (BfDBw), Bundesministerium der Verteidigung, Bonn.

    Trotz des digitalen Angebots: Bibliothek wird auch in Zukunft nicht ausschließlich und in erster Linie im virtuellen Raum stattfinden. Bibliotheken bleiben Räume zum Lesen und Arbeiten – und wandeln sich dabei immer mehr zu attraktiven Aufenthaltsorten, die den vielfältigen Anforderungen entgegenkommen. Das wurde im Themenkreis 2 (Moderation Sabine Adolph, Sankt Michaelsbund) deutlich: Die Universitätsbibliothek der LMU München präsentierte ihr neues Raum- und Zonierungskonzept.
    In Heilbronn werden erstmals drei Hochschulbibliotheken zu einer zusammengefasst – wie das geht, erläuterte Michael Schanbacher. Sabine Guhl, Regionalbibliothek Weiden, und Stephanie Grimm, stellvertretende Leiterin der Hochschulbibliothek Amberg-Weiden, stellten ihre Rund-um-die-Uhr-Services vor. Dabei blickte Stephanie Grimm auf die zehnjährige Erfahrung mit der 24-Stunden-Bibliothek an der OTH Amberg-Weiden zurück.

    Der dritte Themenkreis stellte die Bibliothek als kulturellen Raum in den Mittelpunkt (Moderation: Ralph Deifel, Leiter der BSB/Landesfachstelle i. Rente und vormaliges Mitglied des BBV-Vorstandes). So plant die Stadtbücherei Würzburg eine neue Stadtteilbücherei in enger Abstimmung mit Bürgern und Benutzern und verwendet dabei die Methode Design Thinking. Wie Edutainment und Serious Adventure in zielgruppenorientierten Schulungen zum Einsatz kommen, zeigte Dr. Hans-Günter Schmidt. Im Februar 2017 wurde in Bayreuth die erste inklusive Artothek Deutschlands eröffnet, wie Jörg Weinreich aus der Praxis berichtete. Neben regionalen und überregionalen sind darin auch psychisch beeinträchtigte Künstler der Bayreuther Kunstszene integriert. Bei diesem Kooperationsprojekt haben Kunstbegeisterte die Möglichkeit, aus einer vielfältigen Auswahl an Gemälden und Bildern ihr Wunschobjekt für das Büro oder das eigene Zuhause gegen eine geringe Gebühr auszuleihen. Stephan Ligl von der Kreisbücherei Pfaffenhofen stellte ein niedrigschwelliges Kulturangebot namens "Brezenrunde" vor.  

    Im Rahmen des Bayerischen Bibliothekstages fanden auch die Mitgliederversammlungen des Bayerischen Bibliotheksverbandes e.V. (BBV), des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e.V., Landesverband Bayern sowie des Berufsverbands Information Bibliothek e.V., Landesgruppe Bayern statt. Außerdem war die Verbundkonferenz integriert.

    Zudem gab es Gelegenheit zum Besuch der Firmenausstellung und die Regionalbibliothek Weiden öffnete ihre Pforten für den "traditionellen" Festabend.

    Der Bayerische Bibliothekstag ist die größte bibliothekarische Fachveranstaltung in Bayern. Er wird vom Bayerischen Bibliotheksverband e.V. (BBV) gemeinsam mit Kooperationspartnern im zweijährigen Turnus an wechselnden Standorten organisiert.

    Bernd Sibler, damaliger Staatsminister für Kultus und Unterricht sowie BBV-Vorsitzender, eröffnete den Bibliothekstag. Prof. Dr. Christiane Hellbach, Vizepräsidentin der OTH Amberg-Weiden, und Kurt Seggewiß, Oberbürgermeister der Stadt Weiden, begrüßten die Gäste. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Ferdinand Kramer, Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, zum Thema: Europäisches Kulturerbe und Bayern.

    Weitere Informationen:
    www.bibliothekstag.de
    Neue Führungsspitze beim Bayerischen Bibliotheksverband e.V.
    Berichterstattung der OTH Amberg-Weiden zum Bayerischen Bibliothekstag


    Von: OTH Amberg-Weiden

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