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    Bibliothekstechnik und Statistik

    07.11.19

    Besucherzählung ist bibliothekspolitisch wichtig!

    (c) BSB/H.-R. Schulz

    Besucherzählung und Deutsche Bibliotheksstatistik
    Mit dem Beginn des neuen Jahres ist auch wieder der Fragebogen zur Deutschen Bibliotheksstatistik auszufüllen. Bei der Auswertung fällt auf, dass einige Bibliotheken die Anzahl der Besuche im Berichtsjahr bisher nicht zählen. Dabei ist zu bedenken: Eine Leistung, die niemand sieht, ist keine Leistung! Die Deutsche Bibliotheksstatistik wird ab dem Berichtsjahr 2021 nur noch die Anzahl der Bibliotheksbesucher*innen abfragen, nicht mehr die angemeldeten Benutzer*innen.

    Bibliothekspolitische Bedeutung
    Eine möglichst genaue Erfassung der Besucher*innen ist deshalb bibliothekspolitisch besonders relevant! Allein die Zählung möglichst vieler Ausleihen von Medien genügt nicht mehr. Die Besucherzählung wird immer wichtiger, weil Bibliotheken nicht nur Medien ausleihen, sondern sich zu attraktiven Treffpunkten mit hoher Aufenthaltsqualität entwickeln, an denen viele Dienstleistungen und Veranstaltungen angeboten und intensiv genutzt werden. Genauso wichtig sind demnach auch Veranstaltungsbesucher*innen, Zeitschriftenleser*innen, Benutzer*innen, die eine Auskunft benötigen; Eltern, die mit ihren Kindern zum Vorlesen, Spielen und Basteln kommen, und alle, für die die Bücherei ein Ort der Begegnung ist. Dieser immer stärker werdende Aspekt der Bibliotheksarbeit wird statistisch aussagekräftig und umfassend durch die Zählung der Besuche nachgewiesen. Im Vergleich mit anderen Einrichtungen (z.B. Kirche, Kino, Theater, Schwimmbad, Fußballstadien) haben die Zahlen besondere Aussagekraft, weil sie deutlich machen, wie gut Bibliotheken im Vergleich genutzt werden. Für kleine Bibliotheken ist nach wie vor eine Zählung per Strichliste möglich. Die Erhebung kann durch fortlaufende Zählung oder durch Stichproben durchgeführt werden.

    Preis-Leistungs-Verhältnis von Besucherzählgeräten
    Bei der Anschaffung von Besucherzählgeräten hat man die Qual der Wahl. In den verschiedenen Preiskategorien stehen diverse Funktionen und Ausstattungsmerkmale zur Verfügung. Dabei muss angemerkt werden, dass auch mit der teuersten Technik eine hundertprozentige Präzision im Alltag nicht erreicht wird. Günstige Geräte zählen einfache Durchgänge (Ein- und Ausgang). Diese Zahl muss durch das Bibliothekspersonal abgelesen, halbiert und notiert werden.

    Exakte Erhebung
    Es gibt jedoch auch Geräte, die Eingänge und Ausgänge separat erheben (bidirektional). Diese Funktion kann für Bibliotheken mit mehreren Zutrittsmöglichkeiten nützlich sein, um Rückschlüsse über Benutzerströme zu ziehen. Wer den Aufwand zum Ablesen minimieren möchte, wählt ein Besucherzählgerät, das sich zum Beispiel per USB mit der Bibliotheks-EDV verbinden lässt. Geräte dieser Kategorie werden meist mit der entsprechenden Software geliefert. Andere Geräte lassen sich in das eigene Bibliotheksmanagement einbinden. Hierzu sind Informationen des Softwareherstellers und der kommunalen EDV-Abteilung einzuholen.

    Batterie oder Stromversorgung?
    Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei Besucherzählern ist die Stromversorgung. Einfache Geräte sind mittels Batterie sofort einsatzbereit, können unabhängig vom Stromnetz betrieben werden und benötigen demnach auch keine Elektroinstallation. Die Erfassung erfolgt automatisch (mittels Lichtschranke oder Infrarot) durch unscheinbare Zählgeräte.
    Batteriegeräte mit kurzer Laufzeit eignen sich oft nicht für den Dauerbetrieb, sondern eher zur Erhebung von Stichproben. Für jede Bibliothek geeignete und erschwingliche Modelle kosten ab 200 Euro.
    Voraussetzung, um Zählgeräte an das Stromnetz anschließen zu können, sind individuelle bauliche Rahmenbedingungen und das Vorhandensein entsprechender Anschlüsse. Ein Vorteil ist die kontinuierliche Einsatzbereitschaft, ohne Rücksicht auf die Laufzeit der Batterien.

    Messdistanz
    Ebenfalls zu beachten ist die jeweilige Messdistanz der Besucherzählgeräte in Metern. Günstige Geräte messen meist nur in geringen Distanzen. Neben der Breite des Eingangs ist zu beachten, in welcher Höhe ein Zählgerät installiert wird. Hängt es zu tief, werden unter Umständen und je nach Qualität des Gerätes einzelne Beine erfasst, hängt es zu hoch, könnten kleinere Kinder nicht mitgezählt werden.

    Aktuelle Liste von Herstellern bzw. Lieferanten

    Wir danken der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken NRW und der Landesbüchereistelle Rheinland-Pfalz für die Basisinformationen!

    Investitionen in die Organisationstechnik sind förderfähig. Bitte beachten Sie die Förderhinweise und das Merkblatt IT, Intenet, Technik. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre*n zuständigen Ansprechpartner*in der Landesfachstelle.

    Weitere Informationen:
    Bau und Einrichtung auf OeBiB.de

     


    Von: Susanne Zacharias

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